Heft 09/2013, Seite 36 Recorded Music

Neu gegründeter Bildungsdienstleister

 

Die DEAPlus will den Nachwuchs der Event-Branche mit individuellen Weiterbildungskonzepten von seinen Qualitäten überzeugen.

Seit Dezember 2012 gibt es mit DEAPlus einen neuen Bildungsdienstleister für die Event-Branche. Hervorgegangen ist der Weiterbildungsanbieter aus der Vereinigung der Deutschen Event Akademie mit dem Hamburger Institut für angewandte Medien – logische Konsequenz aus der bereits zuvor bestehenden Partnerschaft bei Kursen und Dozenten. Inhaltlich bietet DEAPlus unter anderem technisch orientierte Qualifizierungen wie den Vorbereitungslehrgang Meister für Veranstaltungstechnik (IHK), deckt aber auch die Bereiche Betriebswirtschaft, Management und Soft Skills ab. Zu den zahlreichen Angeboten zählen Sachkunde für Veranstaltungsrigging, Projektleitung für Messebau und Event sowie Kurse für Verkaufstraining. Die DEAPlus ist an den Standorten Hamburg und Hannover vertreten.

Wer sich dafür interessiert, in verantwortlicher Position Events technisch reibungslos über die Bühne zu bringen, ist beim Meister für Veranstaltungstechnik richtig. Der Kurs, der auf die IHK-Prüfung vorbereitet, besteht aus einem berufs- und arbeitspädagogischen Teil, einem fachübergreifenden Teil, der die Elemente Wirtschaft, Recht und Betriebssoziologie umfasst, sowie dem fachspezifischen Teil, der eine Projektarbeit beinhaltet. Zu den fachlichen Inhalten gehören mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen, Technische Kommunikation, Betriebstechnik, Bauordnungsrecht sowie Schutz und Sicherheit. In der Projektarbeit gilt es dann zu beweisen, dass der angehende Meister als technische Führungskraft in der Lage ist, bei einer TV-, Film-, Radio-, oder Bühnenproduktion auftretende Probleme zu lösen.

Weiterbildungswillige werden finanziell unterstützt

An Gebühren für die Vorbereitungskurse fallen insgesamt rund 5700 Euro an. Hinzu kommen noch die Kosten für die IHK-Prüfung. Verschiedene Förderprogramme ermöglichen indes auch Interessenten mit geringem Budget eine Teilnahme an den Angeboten der DEAPlus. So unterstützt etwa das Bildungsministerium Weiterbildungswillige mit bis zu 500 Euro pro Jahr über die sogenannte Bildungsprämie. Eine andere Möglichkeit Kosten zu sparen ist das Meister-BAföG. Mit ihm erhalten Bezugsberechtigte 30,5 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren. Für die verbleibenden Gebühren können Bewerber ein niedrig verzinstes Darlehen erhalten. Ein weiteres Viertel der Kosten wird bei bestandener Prüfung erlassen, außerdem gibt es Zuschüsse und Darlehen für den Lebensunterhalt. Neben den bundesweiten Fördermöglichkeiten existieren zudem verschiedene länderspezifische Programme zur finanziellen Unterstützung.

Wer die Meisterprüfung absolvieren will, muss eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf vorweisen können, der eine Verbindung zum angestrebten Abschluss hat sowie eine zweijährige, einschlägige Berufspraxis. Meister-Anwärter, die ihre Ausbildung in einem anderen Bereich abgeschlossen haben, können an der Prüfung teilnehmen, wenn sie über mindestens sechs Jahre einschlägige Berufspraxis verfügen. Für Bewerber, auf die keine der beiden Varianten zutrifft, bleibt dennoch eine Chance – wenn sie belegen können, dass sie sich anderweitig entsprechende Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten angeeignet haben.
Nach Akademieangaben stößt das Bildungsangebot der DEAPlus auf regen Zuspruch: „Durch kleine Kurse und eine sehr individuelle Betreuung der Teilnehmer erreichen wir seit Jahren durchweg positive Feedbacks”, heißt es. Weitere Pluspunkte seien eine starke Orientierung an der Praxis mit Dozenten, die auf solide Branchenerfahrung verweisen können, sowie die Einbindung in ein Netzwerk von Branchenverbänden wie VPLT, EVVC, FAMAB, FAMA und INTHEGA. Mit der guten „Vernetzung in der Branche und mit unseren Partnerverbänden liegen wir am Puls der Zeit”, so das Selbstverständnis der DEAPlus, die von Diplom-Ingenieurin Anke Lohmann geleitet wird.

Auch Firmen können sich übrigens an die DEAPlus zur Qualifizierung ihrer Mitarbeiter wenden. Hierfür bietet die Akademie Inhouse-Schulungen an und verspricht individuell angepasste Bildungskonzepte. Das komplette Seminarprogramm der Akademie ist auch in der Inhouse-Variante zu haben.

Die Wurzeln der DEAPlus reichen zurück in die Neunziger. So war das Unternehmen auf Betreiben des Branchenverbandes VPLT im Jahr 1999 als Deutsche Event Akademie mit einem Weiterbildungsprogramm für Veranstaltungstechnik gestartet. Zwei Jahre später kamen dann BWL-und Managementangebote für die Veranstaltungswirtschaft hinzu. Der zweite Teil von DEAPlus, das Institut für angewandte Medien, war 2003 in Hamburg als Bildungsdienstleister für Veranstaltungstechnik gegründet worden.


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