Heft 09/2013, Seite 33 Recorded Music

Absolventen finden Jobs in der Musik- und Medienbranche

 

Die privaten SAE Institute (School of Audio Engineering) bieten ein praxisnahes Kursangebot und Zugang zu einem internationalen Netzwerk.

Wer eine gute Ausbildung für Medienberufe anbieten möchte, muss mit der rasanten technischen Entwicklung Schritt halten. Auf ihre Nähe zur Medienindustrie legen die weltweit agierenden privaten SAE Institute deswegen großen Wert. Die Dozenten kommen alle selbst aus der Branche und können ihre in der Praxis gesammelten Erfahrungen an die Studierenden weitergeben. Zudem entfallen ungefähr zwei Drittel der Ausbildungszeit auf praktische Übungen.
In Studios und an Rechnern, die sich „auf aktuellen Industriestandards“ befinden, wie SAE-Geschäftsführer Christian Müller betont, beschäftigen sich die Studierenden mit „professionellen, marktfähigen Einzel- und Teamprojekten“. Das Wissen und die Fertigkeiten, die die Bildungseinrichtungen von SAE vermitteln, sollen die Absolventen in die Lage versetzen, die Herausforderungen des beruflichen Alltags erfolgreich zu meistern.

Deswegen legt man bei SAE auch besonderen Wert auf eine schnelle Ausbildung, damit das Erlernte beim Eintritt ins Berufsleben immer noch dem aktuellen Stand entspricht: Den in Kooperation mit der Londoner Middlesex University angebotenen BA-Abschluss kann man nach zwei Jahren oder 96 Vollzeit-Wochen erwerben.
Bewerben können sich alle, die entweder Abitur oder 18 Jahre auf dem Buckel sowie einen mittleren Bildungsabschluss haben. Wer erst 17 ist und kein Abitur hat, kann zunächst in 18 Monaten ein „Diploma“ erwerben und dann in einem weiteren Jahr den Bachelor draufsetzen. In dieser Variante bleibt der wöchentliche Zeitaufwand auf 20 bis 25 Stunden begrenzt. Nach dem BA kann man bei SAE auch ein Master-Studium absolvieren, entweder in Vollzeit und einem Jahr oder in Teilzeit und zwei Jahren.

Voraussetzungen: gutes Gehör, Equipment, Englisch und Geld

Qualifizieren kann sich der Medien-Nachwuchs an den SAE in den Bereichen Audio Engineering, Digital Film, Cross Media Production & Publishing, Webdesign & Development, Game Programming sowie Game Art & 3D Animation. Hierzulande ist das Institut an acht Standorten vertreten, darunter Berlin, Hamburg und München.

Wer an einem Studium bei SAE interessiert ist, sollte ein intaktes Gehör, ein leistungsfähiges Notebook, gute Kenntnisse der englischen Sprache sowie ausreichend Geld mitbringen. So kostet das Audio Engineering Diploma 3720 Euro, das entsprechende BA-Programm 4530 Euro pro Semester. Die Studiengänge starten im Frühjahr oder im Herbst. Anmeldeschluss ist jeweils Anfang März respektive Anfang August.

Daneben bieten die SAE Institute auch Kurzkurse zur Berufsorientierung an. Ein DJ-Zertifikat können angehende Club-Beschaller etwa mit einem Wochenzeitaufwand von ungefähr 15 Stunden innerhalb von zwei Monaten erwerben. Die Kurzkurse kosten jeweils zwischen 450 und 790 Euro.
„Grundsätzlich kann jeder zu uns kommen, der sich für die Arbeit mit Musik, der Technik und dem Business dahinter interessiert“, sagt Christian Müller. Die Studiengänge von SAE verknüpfen technische mit betriebswirtschaftlichen Inhalten, gleichzeitig legen sie Wert auf eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis.
Der Bildungsweg angehender Tontechniker führt unter anderem über Gehörbildung, die Beschäftigung mit rechtlichen Fragen, einen Einblick in die Radiogeschichte, einen Marketingkurs, eine Übung zu Film- und TV-Ton sowie über eine freie Audio-Produktion als Studienprojekt schließlich zum Abschluss als Audio Engineering Bachelor.

Neben der thematischen Vielfalt bietet SAE vor allem ein breit verzweigtes Netz internationaler Niederlassungen und Kooperationspartner. Die Studierenden haben die Möglichkeit, einen Teil ihrer Ausbildung oder ein Aufbaustudium an einem der zahlreichen Standorte von SAE zu absolvieren, beispielsweise in Sydney, Kapstadt, Singapur oder Nashville. Auch nach dem Abschluss können sie als Mitglied der SAE Alumni Association vom globalen Netzwerk profitieren.
So freut sich Christian Müller auch über gute Berufschancen der SAE-Absolventen: „95 Prozent hatten nach zwölf Monaten einen Job“ – unter anderem bei den Abbey Road Studios, bei Sony Music oder auch beim Bayerischen Rundfunk.


1 Leser fand diesen Beitrag lesenswert

0 Leser fanden diesen Beitrag weniger lesenswert

Vielen Dank für Ihre Meinung.

Sie haben schon an der Berwertung teilgenommen.

Sie haben ihre Meinung geändert.







Weitere Artikel

 
 

01.03.2013

Recorded Music

SAE-Absolvent und Sounddesigner Paul Dutz über seinen Weg in die Branche, die dafür notwendigen Fähigkeiten und sein persönliches Wunschprojekt.

 

01.03.2013

Recorded Music

Ole Gosslar über seinen Weg zum Meister für Veranstaltungstechnik, die Jobaussichten für den Nachwuchs und schwarze Schafe in der Branche.

 

01.03.2013

Recorded Music

Die DEAPlus will den Nachwuchs der Event-Branche mit individuellen Weiterbildungskonzepten von seinen Qualitäten überzeugen.