| Gründungsjahr | 1999 | |
| Mitglieder |
Der Graf Grant Stevens José Alvarez-Brill |
|
| Combo-Typ | Band | |
| Website | www.unheilig.com | |
| Social Networks | www.myspace.com/unheilig | |
| Label |
Universal Music Domestic Rock/Urban (UDR), Berlin |
|
| Veranstalter |
Fansation GbR, Ochtrup |
|
Unheilig wurde 1999 von Der Graf, Grant Stevens und José Alvarez gegründet. Ihre erste Single, "Sage Ja!", veröffentlichten sie im Jahr 2000, doch auf das Debüt-Album, "Phosphor", mussten ihre Fans bis 2001 warten. Im gleichen Jahr beschloss der Graf, aufgrund von Differenzen zwischen Label, Produzent und Band, seine Wege zukünftig alleine zu bestreiten und lediglich auf Live-Konzerten mit Gast-Musikern aufzutreten.
Gothic, Pop-Rock, Rock/Hard Rock, Metal
Es ist ein Spagat zwischen Mainstream und Szene, den „Der Graf“ mit seiner Formation Unheilig vollführt. Offensichtlich beherrscht er die Übung aber recht gut – so kam das 2010er Album „Große Freiheit“ (Vertigo/Universal Music), das mit einem Mix aus Metal, Gothic und Pop aufwartet, bis auf die Spitzenposition der Media-Control-Charts. Die Vorab-Single „Geboren um zu leben“ schaffte den Sprung in die Top 10.
Seit dem Debütalbum „Phosphor“, das im Jahr 2001 erschien, hat sich Unheilig zu einem der hierzulande erfolgreichsten Acts der schwarzen Szene entwickelt. Dabei spielte die Formation schon zu Newcomer-Zeiten auf einschlägigen Festivals wie dem „Wave Gotik Treffen“, „Zillo“ oder „Doomsday“. Die Tour als Support von L'Âme Immortelle steigerte den Bekanntheitsgrad weiter. Zudem stifteten Unheilig einen Song für das Xbox-Videospiel „Project Gotham Racing 2“.
Nach dem Debüt folgten die Longplayer „Frohes Fest“, „Das 2. Gebot“, „Zelluloid“ sowie „Moderne Zeiten“. Mit den Kollegen von Project Pitchfork veröffentlichten Unheilig außerdem 2006 die Single „Ich will leben“ und starteten auch eine gemeinsame Tour. Der große Durchbruch kam schließlich 2008: „Puppenspiel“ befördert Unheilig auf Platz 13 der Media-Control-Charts, die Single-Auskoppelung „An Deiner Seite“ entert ebenfalls die Charts.
Die zunehmende Popularität ruft allerdings auch Kritiker auf den Plan. So werfen Anhänger härterer Klänge Unheilig vor, mit Balladen in Richtung Schlager abzudriften, andere monieren eine zu starke Orientierung an Rammstein. Zu letzterem Vergleich gibt sich „Der Graf“ in einem Zeitungsinterview indes gelassen: „Wenn ein Lied hart klingen muss, mit tiefer Stimme, dann klingt es eben wie Rammstein.“