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Act Tonträger
 
 
 



Geburtsdatum   30.11.1980
bürgerlich Paul Hartmut Würdig
Combo-Typ Solokünstler
Website www.sido.de
Social Networks www.myspace.de/sido
Label Vertigo/Capitol Group (VEC), Berlin
Veranstalter Four Artists Booking GmbH, Berlin
 


 

Sido Biografie

Es lässt sich bereits erahnen mit welcher Persönlichkeit man es zu tun hat, wenn man weiß, dass der Name Sido das Akronym von „Super intelligentes Drogenopfer“ ist. Es waren die Drogen, die laut eigenen Angaben des Rappers zum Rauswurf aus der Berliner Bettina-von-Armin-Oberschule führten. Dieselben Drogen, die auch eine große Rolle in Sidos erstem Hit spielen. „Mein Block“, ein Song, der von Leben im Märkischen Viertel in Berlin handelt, in dem Sido aufgewachsen ist und der Song, der den Rapper erstmals der breiten Öffentlichkeit vorstellt.

Bereits zuvor hatte Sido mit dem „Weihnachtssong“ sowie dem „Arschficksong“ in der HipHop-Szene für Aufsehen gesorgt. Beide Tracks wurden über das damalige Independent Label Aggro Berlin veröffentlicht, dem Sido bis zur Auflösung im Jahre 2009 treu blieb. Zu Beginn seiner Karriere waren Sidos Texte noch überwiegend provokant und frauenverachtend, was dem am 30. November in Berlin geborenen Rapper bereits einige Verbannungen auf den Index bescherte. Auch sein Debütalbum aus dem Jahr 2004, „Maske“ (Aggro Berlin), wurde mittlerweile von der Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Medien indiziert, jedoch nicht bevor es auf Platz drei der deutschen Charts geklettert war und dem Rapper eine Gold-Auszeichnung eingebracht hatte. Seine Freude über die Auszeichnung machte Sido mit einer Tätowierung des Wortes „Gold“ an seinem Hals öffentlich. Das Album verhalf zudem, nicht zuletzt dank der erfolgreichen Single-Auskoppelungen „Mein Block“ und „Fuffies im Club“, dem Independent Label Aggro Berlin dazu, eine feste Größe in der deutschen HipHop-Landschaft zu werden. So folgten zahlreiche Label-Sampler, die „Aggro Ansagen“, von denen sich einige in den deutschen Charts platzieren konnten und erfolgreiche Single-Auskoppelungen vorzuweisen hatten.

2004 kam es auf dem Stuttgarter Festival "HipHop Open" zu einer Auseinandersetzungen zwischen Sido und Azad, mit dem er zuvor hitzige Wortgefechte in der Öffentlichkeit ausgetragen hatte. Dabei kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen beiden Künstlern, was den Bekanntheitsgrad beider nur noch steigerte. Mittlerweile sind die Zwistigkeiten aber wohl beseitigt.

2005 trat Sido bei Stefan Raabs „Bundesvision Song-Contest“ für Berlin an und belegte den dritten Platz. Im selben Jahr folgte ein gemeinsames Projekt mit Harris vom HipHop-Duo Spezializtz. Unter dem Band-Namen Deine Lieblingsrapper veröffentlichten die beiden Berliner ein Album mit dem Titel „Dein Lieblingsalbum“ und veranstalteten „Deine Lieblingstour“. Allerdings gab es nur eine Single zum Album, „Steh wieder auf“. 2006 folgte Sidos zweites Soloalbum, „Ich“. Wie der Titel bereits andeutet, handelte es sich bei dem Album um ein im Vergleich zum Vorgänger sehr persönliches Werk. „Teil von mir“, ein Song, den Sido seinem Sohn widmete, war eine Single-Auskoppelung. Aufgrund der zahlreichen Vorbestellungen verkaufte sich das Album bereits in der ersten Woche über 100.000 Mal und bescherte Sido ein weiteres Mal Gold. Im Frühjahr 2007 beendete Sido gemeinsam mit Rapper-Kollege Samy Deluxe Spekulationen um ein gemeinsames Projekt. Am 16. Februar traten beide Künstler gemeinsam in einem Soundsystem auf. Die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern schien Sido zu gefallen und es folgte ein Feature-Album mit dem Titel „Eine Hand wäscht die andere“, auf dem ausschließlich Kollaborationen mit anderen Acts zu hören waren.

Ende 2007 wurde Aggro Berlin ein Teil der Universal Music Group. Es war das bis dato erfolgreichste HipHop-Independent-Label in Deutschland gewesen. Im Mai 2008 veröffentlichte Sido sein drittes Soloalbum „Ich und meine Maske“. In Anlehnung an seine beiden Vorgänger-Alben sollte der Titel implizieren, dass den Hörer eine Mischung aus typischen Sido-Songs, für die er lange bekannt gewesen war, und persönlichen Texten erwartete. Mit diesem Album gelang dem Berliner erstmals der Sprung an die Spitze der deutschen Charts. Die Singles aus „Ich und meine Maske“, unter anderem „Augen auf/Halt dein Maul“ und „Herz“, versöhnten das ehemalige Schandmaul ein Stück weit mit den Kritikern. Auch als Juror in der „Popstars“-Staffel „Just 4 Girls“, präsentierte sich Sido sehr freundlich und ohne verchromte Totenkopf-Maske. Sein Markenzeichen aus früheren Zeiten war bereits nach und nach in den Hintergrund gerückt, als Sido an Popularität gewann.