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Seeed gründeten sich im Jahr 1998. Spätestens seit 2001, als die elfköpfige Combo mit "Dickes B" ihre Heimatstadt Berlin besangen, sind Seeed so ziemlich jedem Deutschen ein Begriff. Mittlerweile ist die Band sogar international bekannt. Das Album "Music Monks" nahm Seeed deshalb erneut mit englischen Texten und Remixen mit internationalen Künstlern auf.


Ragga/Dancehall



 


 

Seeed Biografie

In den Charts von Trinidad und Tobago sind deutsche Acts eher die Seltenheit. Genau genommen hat es bis 2002 kein einziger deutsche Künstler in die Hitliste des Inselstaats geschafft. Dann kamen Seeed und füllten mit "Waterpumpe" auch diese Lücke deutscher Musikgeschichte.

Gegründet wurde die elfköpfige Combo 1998 in Berlin, im "Dicken B an der Spree". Der Bandname Seeed fügt sich durch die Anfangsbuchstaben der Musikrichtung Sub, der Sänger-Pseudonyme Enuff (Peter Fox), Eased (Dellé) und Ear (Boundzound) sowie der Reggae-Abspaltung Dub zusammen. Zwei Jahre nach der Gründung unterschrieben Seeed bei der Warner Music Group und landeten 2001 mit "Dickes B", einer Hommage an ihre Heimatstadt Berlin, ihren ersten großen Hit. Auch ihr erster Longplayer, "New Dubby Conquerors", fand großen Anklang in Deutschland. Vor allem als hervorragende Live-Band machten sich die elf Musiker – unter anderem als Support von R.E.M. in Köln vor 70.000 Zuschauern – einen Namen.

So etwas spricht sich schnell herum. Nicht nur in Deutschland, sondern auch im Süden Europas, sogar auf Jamaika und in Südafrika wurde man auf Seeed aufmerksam. Ihrer zweiten Scheibe, "Music Monks", die im Herbst 2003 auf den Markt kam, ging die 7"-Vinyl-Veröffentlichung "Waterpumpe" voraus, auf der unter anderem die jamaikanischen Dancehall-Künstler Anthony B. und Elephant Man zu hören sind. Mit einer internationalen Version von "Music Monks" – deutschsprachige Passagen wurden durch englische Übersetzungen ersetzt – gingen Seeed 2004 neben einer ausgedehnten Deutschland-Tour unter anderem auch nach Afrika und Südeuropa auf Konzertreise.

Im Oktober 2005 erschien dann das dritte Studio-Werk von Seeed, "Next!", das nur knapp an der Spitze der deutschen Album-Charts vorbeisegelte. Die Single-Auskoppelung "Ding", mit der Seeed 2006 Stefan Raabs Bundesvision Song Contest gewann, ist mit Platz Fünf der bisher größte Chartserfolg der Berliner. Weitere Erfolge folgten: So sahen rund 1,5 Milliarden Menschen weltweit den Auftritt der Band bei der Eröffnungsfeier der Fußball-WM 2006 in München. Die "Next!"-Tour durch Deutschland und die angrenzenden Nachbarländer war restlos ausverkauft und wurde auf der Ende 2006 veröffentlichten "Live"-DVD eindrucksvoll dokumentiert.

2007 legten Seeed eine längere Pause ein. Die drei Frontmänner widmeten sich Soloprojekten. Das Album "Stadtaffe" von Pierre Baigorry alias Peter Fox avancierte 2009 zum der erfolgreichsten Album in Deutschland. Anfang 2010 gaben Seeed bekannt, dass sie an einer neuen Platte arbeiteten. Nach fast sechs Jahren veröffentlichte die Band im Sommer 2011 wieder neues Seeed-Material. Die EP "Molotov/Wonderful Life" soll aber nur ein Vorläufer des vierten Albums sein, das für Frühjahr 2012 angekündigt wurde. Im Winter 2012 gehen Seeed dann wieder auf Tour.