| Geburtsdatum | 22.02.1972 | |
| bürgerlich |
Emilio Rolando
Villazón Mauleón |
|
| Combo-Typ | Solokünstler | |
| Website | www.rolandovillazon.com | |
| Social Networks | www.myspace.com/rolandovillazonvocal | |
| Label |
Deutsche Grammophon, Berlin |
|
| Veranstalter |
Deutsche Entertainment AG, Berlin |
|
Was Anna Netrebko als Frau für die Opernwelt bedeutet, das ist Rolando Villazón für diese als Mann. Kein Wunder von daher, dass sich die beiden als das Traumpaar der Bühnenwelt zusammengetan und gemeinsam ihre wohl größten Erfolge gefeiert haben. Doch auch alleine braucht sich Villazón weder bei Soloaufnahmen noch an der Seite weniger prominenter Bühnenpartnerinnen zu verstecken, denn er gilt als der zurzeit bedeutendste Startenor weltweit. Ihren Anfang nimmt diese Ausnahmekarriere in Villazóns Heimatstadt Mexiko City, wo er noch als Kind die Académia de Artes Espacios besucht und dort Unterricht in Singen, Schauspiel und Tanz erhält. Mit achtzehn entdeckt Villazón endgültig seine Liebe für den Gesang und der Bariton Arturo Nieto macht Villazóns herausragendes Talent aus. An diese privaten Gesangsstunden schließen sich Ausbildungsjahre am nationalen Musikkonservatorium an.
Weitere wichtige Erlebnisse aus Villazóns Jugendzeit stellen seine Teilnahme am Merola Opera Program der San Francisco Opera und am Young Artists Program der Pittsburgh Opera dar, bei denen der junge Sänger u.a. Meisterklassen bei Joan Sutherland absolviert. Seinen Durchbruch erfährt er 1999, als er bei Plácido Domingos Gesangswettbewerb „Operalia“ den Publikums- und Zarzuelapreis erhält, welche ihn schlagartig berühmt machen.
Nur wenige Monate später gibt Villazón sein Europa-Debüt als Des Grieux in Massenets Manon am Opernhaus Genua, und es folgen Einladungen an die bedeutendsten Opernhäuser: So debütiert Villazón als Alfredo in Verdis "La Traviata" an der Opéra Paris Garnier, als Macduff in Verdis "Macbeth" an der Staatsoper unter den Linden, als Rudolfo in Puccinis "La Bohème" an der Bayerischen Staatsoper, als Hoffmann in Offenbachs "Les Contes d’Hoffmann" am Royal Opera House oder als Romeo in Gounods "Roméo et Juliette" an der Wiener Staatsoper. 2005 wirkt Villazón schließlich bei den Salzburger Festspielen in seiner Paraderolle des Alfredo in "La Traviata" mit und erlangt spätestens hiermit Weltruhm.
Keinen geringen Anteil an diesem Erfolg hat sicherlich das gemeinsame Auftreten Villazóns mit seiner favorisierten Bühnenpartnerin Anna Netrebko, mit der er seine bisher größten Erfolge verzeichnen konnte: So haben beide gemeinsam noch im selben Jahr an der Wiener Staatsoper in Donizettis "L’elisir d’amore" auf der Bühne gestanden, am Konzert für die Fußballweltmeisterschaft 2006 auf der Berliner Waldbühne teilgenommen und größte Anerkennung für ihre "La Bohème"-Verfilmung 2007 unter der Regie von Robert Donhelm erhalten. Doch auch die kollektiven Einspielungen Netrebkos und Villazóns ernteten mannigfaches Lob, wie z.B. deren "La Traviata"-Live-Aufnahme während der Salzburger Festspiele, welche mit dem Echo 2006 als „Bestseller des Jahres“ sowie zwei Mal Platin und einer Grammy-Nominierung belohnt wurde.
Villazón, der zuvor schon einige Platten mit EMI aufgenommen hat und seit Juni 2007 unter Exklusivvertrag mit Deutsche Grammophon steht, ist mehrfacher Preisträger sowohl für seine Solo-Einspielungen als auch seine künstlerische Gesamtleistung: Er wurde 2004 mit dem "Victoires de la musique" zur „Ausländischen Entdeckung des Jahres“ gekürt, erhält einen "Diapason d’Or" und den Echo für seine Platte "Italian Opera Arias" und wird von "Opera News" und der "New York Times" mit der Bezeichnung „Best of the year“ belohnt. Im Jahr 2005 wird der mexikanische Sänger bei der Echo-Preisverleihung gar zum „Sänger des Jahres“ ernannt. Hat der Startenor in den letzten Jahren eine kometenhafte Karriere hingelegt, so bringt dieser Erfolg aber auch seine Schattenseiten mit sich. Denn bei Villazón wurden aufgrund der dauerhaften Überlastung Zysten auf seinen Stimmbändern diagnostiziert. Bereits 2006 und 2007 musste Villazón für einige Zeit pausieren, ein Rückschlag, der sich 2009 wiederholt. Allerdings soll Villazón ab 2010 wieder in vollem Umfange auftreten können, und es ist u.a. ein gemeinsamer Auftritt mit Anna Netrebko und Elina Garanca in Bizets „Carmen“ geplant.
Villazón ist verheiratet und lebt gemeinsam mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Neuilly-sur-Seine.