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Rammstein zählen zu den erfolgreichsten deutschen Musikexporten. Unter anderem schafften es die Provo-Rocker, sich als eine der wenigen deutschsprachigen Bands auf dem US-Markt zu etablieren – hierzulande konnten sie zahlreiche Longplayer an der Spitze der Media-Control-Charts platzieren. Auch "Liebe ist für alle da", Studioalbum Nummer sechs, kam ganz nach oben.


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Rammstein Biografie

An Rammstein scheiden sich die Geister. Die einen sind begeistert von fulminanten Live-Shows, die nicht mit Pyro-Effekten geizen, die anderen sehen in dem Sextett plumpe Provokateure mit grobem Vorschlaghammer-Sound. Eines ist jedoch unstrittig: Rammstein zählen zu den ganz wenigen deutschen Bands mit internationalem Erfolg.

Der Startschuss für die Karriere von Rammstein fällt 1994. In dem Jahr gewinnt die Band bei einem Wettbewerb einen Studiobesuch. Im Jahr darauf heuern Sänger Till Lindemann und seine Mitstreiter beim Label Motor an, auf dem schließlich das Debüt "Herzeleid" erscheint. Das Rezept für den langjährigen Erfolg steht: wuchtige Metal-Riffs in Verbindung mit Techno-Elementen und teils wüsten, auf Deutsch gesungenen Texten.

Schon zur Anfangszeit reicht die Faszination, die von den harten Teutonen ausgeht, bis in die USA. So packt unter anderem Kult-Regisseur David Lynch die Songs "Heirate mich" sowie die Band-Hymne "Rammstein" auf den Soundtrack zum Thriller "Lost Highway". Die Gruppe verfolgt den erfolgreichen Provokationskurs über die Jahre konsequent weiter. Für besonders viel Diskussionsstoff sorgt 1998 das Video zum Depeche-Mode-Cover von "Stripped", das Aufnahmen aus Leni Riefenstahls Propagandafilm über die Olympischen Spiele im Jahr 1936 zeigt.

Die Fans lassen sich freilich von kritischen Stimmen kaum beeindrucken: Regelmäßige Notierungen auf der Spitzenposition der Media-Control-Charts gibt es ab dem zweiten Album, "Sehnsucht", das 1997 erscheint. Bei der dazugehörigen Europatour spielen Rammstein vor bis zu 30 000 Besuchern. Die folgenden Longplayer, "Mutter", "Reise, Reise" sowie "Rosenrot", kommen hierzulande ebenfalls alle auf Platz eins.

Großen Wirbel gibt es wieder 2009 mit dem Release von Studioalbum Nummer sechs, "Liebe ist für alle da". Die Band veröffentlicht die Singleauskoppelung "Pussy" plus Video auf einem Sex-Portal, das Album wird schließlich von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert. In der Begründung, die sich auf den Titel "Ich tu dir weh" bezieht, heißt es unter anderem: "In dem Lied wird nach Auffassung des Gremiums in befürwortender Art und Weise dargestellt, wie ein Mensch einen anderen quält und ihm ohne jegliches Mitgefühl schwerste Verletzungen zufügt." Sowohl "Liebe ist für alle da" als auch "Pussy" erreichten in den Media-Control-Charts die Spitzenposition.