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Die in Los Angeles gegründete Band veröffentlicht 1986 mit „Master Of Puppets“ ein Meisterwerk, das Metal-Meilensteine wie „Battery“, „Welcome Home (Sanitarium)“ und den Titelsong enthält. Nach stilistischen Experimenten in den Neunzigern erscheint 2008 bei Mercury/Universal Music das vielgelobte Album "Death Magnetic". Der Longplayer orientiert sich wieder mehr am klassischen Metallica-Sound der Achtziger. Er ist unter anderem als aufwändige Special Edition in sargförmiger Verpackung mit T-Shirt, Flagge und weiterem Exklusivmaterial erhältlich.




 


 

Metallica Biografie

Für eine der weltweit einflussreichsten Metal-Bands beginnt alles im Jahr 1981 in Los Angeles: Dort überredet der gebürtige Däne Lars Ulrich einen Gitarristen namens James Hetfield, einen Song mit ihm aufzunehmen. Ulrich spielt Drums, Hetfield übernimmt Gitarre, Bass und Gesang. Wenig später stoßen Bassist Ron McGovney und Dave Mustaine als zweiter Gitarrist zur Band. Nach einigen Auftritten unter dem Namen Metallica wird gewechselt, Cliff Burton übernimmt jetzt den Viersaiter.

Noch bevor das Debütalbum „Kill `em All“ (1983) erscheint, verlässt auch Mustaine nach Streitigkeiten die Band, neuer Gitarrist wird Kirk Hammett von den Thrash-Kollegen Exodus. Damit steht das Line-up für die ersten drei Studioalben. Schon mit der Veröffentlichung ihres ersten Longplayers haben Metallica indes einen echten Klassiker des Thrash Metal abgeliefert. Die Songs sind schnell, aggressiv und entfalten eine enorme Durchschlagskraft – passend zum blutigen Cover-Artwork. Eine begeisterte Fangemeinde verleiht der Scheibe schnell Kultstatus.

Viele halten den Longplayer bis heute für das beste Metallica-Album. Auch Ozzy Osbourne zeigt sich angetan und nimmt die Thrasher mit auf Tour.

Am 27. September 1986 erlebt die Gruppe einen dramatischen Wendepunkt. Als die vier mit dem Tourbus durch Schweden unterwegs sind, verliert der Fahrer plötzlich die Kontrolle, der Bus überschlägt sich. Cliff Burton überlebt den Unfall nicht. In Jason Newsted, zuvor Bassist bei Flotsam & Jetsam, findet das verbliebene Trio schließlich Ersatz und veröffentlicht mit ihm 1988 „...And Justice For All“, das Metallica erstmals in die US-Top-10 bringt. Für die Singleauskoppelung „One“ entsteht zudem das erste Musikvideo der Gruppe.

Der richtig große kommerzielle Durchbruch kommt aber erst 1991 mit dem selbstbetitelten, von Bob Rock produzierten, „schwarzen Album“.

Darauf ist der Metalfaktor etwas zurückgeschraubt, es finden sich eingängige Balladen wie „Nothing Else Matters“ und „The Unforgiven“ – aber auch echte Energiebündel wie der Klassiker „Enter Sandman“. Allein in den USA werden von der Scheibe über 15 Millionen Kopien verkauft.

Mit den nächsten Veröffentlichungen stellen Metallica ihre Fans allerdings auf eine harte Probe. So lassen Experimente mit Blues und Alternative Rock, zu hören auf den Alben „Load“ (1996) sowie „Reload“ (1997), viele Metalheads ratlos zurück. Zudem tragen Lars, James, Jason und Kirk auch noch modische Kurzhaarfrisuren. Die Szene ist gespalten. Dennoch rauschen beide Alben auf die Spitzenposition der Media-Control-Charts.

Unterstützung kommt mittlerweile von ungewohnter Seite: Anfang 1999 ruft der Bürgermeister von San Francisco den 7. März zum offizellen Metallica-Tag aus. Im gleichen Jahr bringt das Quartett ein Album in die Läden, das dem Politiker tatsächlich gefallen haben könnte. „S&M“ dokumentiert zwei Auftritte, die Metallica mit dem San Francisco Symphony Orchestra in Berkeley absolvierte – für Metal-Puristen der endgültige Ausverkaufsbeweis. Wie die Vorgängeralben erreicht „S&M“ Platz eins in den deutschen Charts.

Auf dem mittlerweile achten Studioalbum, „St. Anger“, bei dem Produzent Bob Rock als Aushilfsbassist für den mittlerweile ausgestiegenen Newsted fungiert, kehren Metallica zurück zu ihren Metal-Wurzeln. Der Sound ist ungeschliffen, beinahe puristisch – und sichert den Herren dennoch einen Spitzenplatz in den Media-Control-Charts. Als Nachfolger für Newsted wird schließlich Robert Trujillo engagiert, der in den Achtzigern bei den Suicidal Tendencies aktiv war. Mit ihm nehmen Metallica das vielfach gelobte „Death Magnetic“ auf. Der 2008 bei Mercury/Universal Music erschienene Longplayer ist unter anderem als aufwändige Special Edition in sargförmiger Verpackung mit T-Shirt, Flagge und weiterem Exklusivmaterial erhältlich. (Thorsten Steer)