| Geburtsdatum | 14.06.1982 | |
| bürgerlich |
Láng
Lǎng |
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| Combo-Typ | Solokünstler | |
| Website | www.langlang.com | |
| Social Networks | www.myspace.com/langlangpiano | |
| Label |
Deutsche Grammophon, Berlin |
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Was der „Teufelsgeiger“ Paganini dem 19. Jahrhundert war, das ist Lang Lang dem 21. Jahrhundert als Konzertpianist. Nicht umsonst wurde er von den "New York Times" als „angesagtester Künstler der gesamten klassischen Musikwelt“ betitelt.
Klassik
Was der „Teufelsgeiger“ Paganini dem 19. Jahrhundert war, das ist Lang Lang dem 21. Jahrhundert als Konzertpianist. Nicht umsonst wurde er von den "New York Times" als „angesagtester Künstler der gesamten klassischen Musikwelt“ betitelt. Denn kein anderer klassischer Musiker ist so präsent in den internationalen Medien wie er oder verkauft sich so gut. Der gebürtige Pekinger begeistert sich sehr früh für die westliche klassische Musik. Als Zweijähriger hat er einer Folge Tom and Jerry beigewohnt, in der die Comic-Helden Liszts Ungarische Rhapsodie Nr. 2. zum Besten gaben, woraufhin er selber anfing Klavier zu spielen. Nach nur wenigen Jahren Unterricht beim renommierten Professor Zhu Ya-Fen wird er als musikalisches Wunderkind erkannt, hält er sein erstes öffentliches Klavierkonzert und gewinnt er fünfjährig den Shenyang-Klavierwettbewerb. Mit neun Jahren wechselt er an das Konservatorium seiner Heimatstadt, debütiert mit dreizehn in der Pekinger Concert Hall und erlangt den ersten Preis beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Tokio. Sein internationaler Durchbruch gelingt Lang Lang mit siebzehn, als er bei der „Gala of the Century“ an der Seite des Chicago Symphony Orchestras mit Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 brilliert.
Mit diesem Ereignis wird der junge Musiker über Nacht zum Star und erhält fortan Einladungen zu den bedeutendsten Konzerthallen weltweit, ja, er spielt unter der Leitung von Größen wie Daniel Barenboim, Mariss Jansons, James Levine oder Lorin Maazel.
Neben seinen Auftritten in den großen Konzertsälen dieser Welt ist Lang Lang aber auch bei Open-Air-Festivals überaus erfolgreich, so hält er etwa Konzerte ab im New Yorker Central Park, der Hollywood Bowl in Los Angeles oder dem "Ravinia Festival" in Chicago. Besondere künstlerische Höhepunkte Lang Langs bisheriger Karriere stellen weiterhin dar, sein Auftritt zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 im Münchner Olympiastadion, oder das von einem Milliardenpublikum mitverfolgte Konzert anlässlich der Eröffnung der XXIX. Olympischen Spiele in Beijing August 2008 dar.
Doch auch sein künstlerisches Mitwirken bei der Nobelpreis-Verleihung in Stockholm im Dezember 2007 und sein Auftritt beim Galakonzert unter Leitung von Seiji Ozawa anlässlich der Eröffnung des National Center for the Performing Arts in Peking sind weitere Highlights. Steht Lang Lang bereits mit solchen Großevents im Licht der Öffentlichkeit, so fungiert er seit geraumer Zeit zudem als Botschafter verschiedenster internationaler Marken wie Adidas, Audi, Montblanc oder Sony Electronics.
Außerdem hat der traditionelle Pianohersteller Steinway zum ersten Mal in seiner 150-jährigen Geschichte einen Flügel nach einem Künstler benannt, als er in Kooperation mit Lang Lang ein limitiertes Instrument entwickelte. Der chinesische Pianist, der sich höchster Beliebtheit beim jungen Publikum erfreut, setzt sich neben seiner eigenen Konzerttätigkeit besonders für den musikalischen Nachwuchs ein. So hat er bei mehreren Musikakademien Ehrenprofessuren inne, leitet Meisterkurse an der Juillard School, Manhattan School of Music, Musikhochschule Hannover und bedeutenden Konservatorien Chinas oder hält Online-Seminare für Musikstudenten weltweit.
Lang Lang hat zudem The International Music Foundation gegründet, die sich um junge Musiktalente kümmert. Er selbst wurde 2008 zum UNICEF-Botschafter Chinas ernannt. Der junge Klaviervirtuose, der exklusiv für Deutsche Grammophon Platteneinspielungen vornimmt, ist bereits mehrfacher Preisträger und jede seiner Einspielungen erreichte innerhalb kürzester Zeit einen Platz in den Klassik-Top-10. Als erster chinesischer Musiker wurde er etwa in der Kategorie „Best Instrumental Soloist“ für einen Grammy nominiert und er erhielt 2007 den von der Recording Academy verliehenen Presidential Merit.
Lang Lang, der sich besonders den Meisterwerken der Klassik verpflichtet fühlt und vor allem mit Einspielungen großer, technisch überaus anspruchsvoller Klavierkonzerte brilliert, sträubt sich aber auch nicht übergreifend zu musizieren. So hat er bei einem Konzert in der Carnegie Hall 2003 seinen Vater Guo-Ren Lang auf die Bühne geholt, um mit ihm auf traditionellen chinesischen Instrumenten ein Volkslied seiner Heimat anzustimmen, des weiteren hat er im Februar 2008 bei der 50. Verleihung der Grammy Awards zusammen mit der Jazzlegende Herbie Hancock konzertiert. Doch auch mit Klassikgrößen musiziert Lang Lang gerne, so etwa mit der Operndiva Cecilia Bartoli, deren Liederabende er zuweilen begleitet.
Der Starpianist, der vor allem für seine überragende technische Virtuosität bekannt ist, gilt allerdings bei Kritikern nicht als unumstritten. Aufgrund seines extrovertierten Musizierstils wird ihm immer wieder Effektmacherei vorgeworfen. Nicht von ungefähr kommt, dass sich Lang Lang zunehmend von nur virtuosen Brillierstücken zurückzieht und dafür mehr verinnerlichte Töne etwa mit Kunstliedern der Romantik anschlägt.