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Korn zählt zu den Bands, die die Stilrichtung Nu Metal bekannt gemacht haben. Zu den erfolgreichsten Songs der Band gehört "Freak On A Leash".


Nu Metal



 


 

Korn Biografie

Anfang der Neunziger hat man es als Metalhead nicht leicht. Im Zuge des Erfolgs von Nirvana und unzähligen Grunge-Nachahmern, gelten klassische Hard'n'Heavy-Protagonisten plötzlich als peinliche Witzfiguren. Wuchtige Hairspray-Frisuren und Fantasy-Cover werden zu Symbolen für übelste Geschmacksverirrung. Das Jahr 1994 ändert vieles. Fünf Kalifornier gehen mit ihrem selbstbetitelten Debüt an den Start – und das klingt frisch und anders. Mit tiefergestimmten Gitarren, funkigem Bassspiel, und Texten über das Dasein als jugendlicher Außenseiter, schaffen es Korn, die metallische Aggressivität der Achtziger mit dem Lebensgefühl der Alternative-Kids zu verbinden. NuMetal nennt sich die zeitgemäße Genre-Überarbeitung.

Es geht in Folge auf ausgedehnte Tourneen mit Acts wie Megadeth, Ozzy Osbourne und Marilyn Manson, die Album-Verkäufe entwickeln sich ausgesprochen positiv. Nach Veröffentlichung des Nachfolgers "Life Is Peachy", den die Fans mit noch größerer Begeisterung aufnehmen, werden Korn als Headliner für die „Lollapalooza“-Festivals verpflichtet. Sie müssen ihre Live-Aktivitäten allerdings abbrechen, als bei Gitarrist James Shaffer Meningitis diagnostiziert wird.

Nach dem Release der Alben "Follow The Leader" und "Issues" geraten Korn in etwas unruhigere Fahrwasser. Während der "Issues"-Tour fällt Drummer David Silveria verletzungsbedingt aus und muss durch Mike Bordin ersetzt werden, der zuvor bei Faith No More aktiv war. Gerüchte machen die Runde. Silveria kehre der Band den Rücken und wolle sich stattdessen einer Karriere in der Modewelt zuwenden, heißt es. Derweil versucht sich Basser Reginald "Fieldy" Arvizu an einem Rap-Projekt, Frontmann Jonathan Davis schreibt am Soundtrack zum Vampirfilm "Königin der Verdammten".

Schließlich findet die Band aber wieder zusammen und geht die Aufnahmen für den nächsten Longplayer, "Untouchables", an, der ein Nummer-eins-Hit wird. Studioalbum Nummer sechs, "Take A Look In The Mirror", erscheint im Jahr 2003. Danach müssen Korn allerdings auf Gitarrist Brian Welch verzichten. Welch entdeckt das Christentum für sich, will sich künftig dem Glauben widmen und verlässt Korn. Die verbliebenen Mitglieder lassen sich davon nicht beirren: Sie melden sich 2005 mit "See You On The Other Side" zurück.

Weitere Veränderungen im Line-up gibt es bei den Arbeiten am achten Studio-Longplayer, der keinen Titel trägt. Terry Bozzio ersetzt den aus familiären Gründen ausgestiegenen Silveria, verabschiedet sich aber seinerseits auch bald wieder. Seinen Platz nimmt schließlich Ray Luzier ein, der unter anderem bereits für David Lee Roth die Stöcke geschwungen hat. Mit ihm gehen Korn "Korn III – Remember Who You Are" an, das 2010 bei Roadrunner erscheint und sich stilistisch an den Frühwerken der Band orientiert. Zu dem Zeitpunkt können sich die amerikanischen Musiker rückblickend schon über 30 Millionen verkaufte Alben freuen.