Bands von A-Z | Jan Delay




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Sky is the limit. Für den Hamburger geht es seit Jahren bergauf, zuletzt mit "Wir Kinder vom Bahnhof Soul" und ausverkauften Konzerten.


Funk, Soul, HipHop, Reggae



 


 

Jan Delay Biografie

Angefangen hat es für Jan Eißfeldt, wie Jan Delay mit bürgerlichen Namen heißt, mit HipHop. 1991 gründete er mit seinen Rap-Kollegen Dennis Lisk, damals Denyo genannt, und Mardin die HipHop-Combo Absolute Beginner. Erste Kommerzielle Erfolge feierten die Musiker allerdings erst 1998 mit der Veröffentlichung von „Bambule“ bei Universal Music, nachdem Mardin ausgestiegen und sich DJ Mad als Mann hinter den Plattentellern gefunden hatte. Während die erste Single des Albums, „Rock On“, zwar auf MTV und Viva gespielt wurde, jedoch kommerziell relativ wenig bewegte, kletterten die Absoluten Beginner mit der zweiten Auskopplung, „Liebeslied“, bis auf Platz elf der Charts. „Bambule“ wurde ein Riesenerfolg.

1999 legte Eißfeldt mit seiner Version von Nenas „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ für den "Pop2000"-Sampler den Grundstein für seine Solokarriere – obwohl auf dem Track auch sein Bandkollege Denyo rappte. Mit dem Song macht sich Jan Delay, das Pseudonym, unter dem er das Projekt durchführte, nicht nur erstmals solo einen Namen, die Single, mit der er Platin erreichte, löste auch eine Reggae-Welle aus.

Sein erstes Soloalbum, „Searching For the Jan Soul Rebels“, mit dessen Titel er auf die Platte „Searching For The Young Soul Rebels“ der Dexys Midnight Runners anspielte, schaffte es bis auf Rang zwölf der Charts. Doch bald wandte sich Delay wieder vom Reggae ab, wies den Weg zu neuen Ufern: „Reggae ist tot, jetzt ist Funk dran“, hieß es bereits beim zweiten Solo-Album, „Mercedes-Dance“, 2006.

Darauf feierte jedoch nicht nur der Funk sein Comeback. Der Musiker selbst meldete sich als Solo-Künstler zurück, nachdem er zwischenzeitlich wieder mit den Beginnern beschäftigt war. Außerdem rückte Delay mit der Single „Im Arsch“ auch Udo Lindenberg zurück ins Rampenlicht und konnte mit „Mercedes Dance“ schließlich auch erstmals den Chart-Thron erobern.

Vertraut man dem Titel seines im August 2009 erscheinenden Albums, „Wir Kinder vom Bahnhof Soul“, lässt Delay demnächst auch den Funk hinter sich und beschert uns ein Soul-Revival. Kritiker könnten argumentieren, dass die Kunst Delays nur darin besteht, fast Vergessenes wiederzubeleben. Falsch: Es ist immer ins Schwarze zu treffen.

Übrigens, für die jüngeren Fans: Auch das Pseudonym Jan Delay ist ein cleveres Wortspiel. 1997 fabrizierte die junge Sängerin Young Deenay ein One-Hit-Wonder namens „Walk On By“. Mit dem Track wurde die Öffentlichkeit by the was auf einen jungen Sänger namens Sasha aufmerksam, der Young Deenay allerdings schnell an Popularität übertrumpfte. Von Young Deenay ist jedoch nur die Anspielung Jan Eißfeldts geblieben, sich solo Jan Delay zu nennen.