| Gründungsjahr | 1998 | |
| Mitglieder |
Damon Albarn Russel Hobbs Murdoc Niccals 2D Noodle |
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| Combo-Typ | Band | |
| Website | www.gorillaz.com | |
| Social Networks | www.myspace.com/gorillaz | |
| Label |
EMI Records Group UK & Ireland, London W6 7EF |
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Die Band aus Animationsfiguren steht bei Konzerten "live" auf der Bühne. Möglich macht's eine spezielle Hologramm-Technik.
Britpop, Pop-Rock, Rock/Alternative Rock
Wofür braucht man in einer Zeit, in der das Image eines Künstlers mehr zählt als seine Persönlichkeit noch Bands aus Fleisch und Blut? Ähnlich könnte Blur-Sänger Damon Albarn gedacht haben, als er 1998 gemeinsam mit Zeichner Jamie Hewlett das fiktive Quartett Gorillaz erschuf.
Mit den Bandmitgliedern 2D, Noodle, Murdoc Niccals und Russel Hobbs haben die beiden Kreativ-Köpfe eigenständige Charaktere mit skurriler, überzeichneter Geschichte erschaffen. 2D beispielsweise hat seine dunklen Augenhöhlen als Überbleibsel eines Motorrad-Unfalls behalten, sein lichtes Haar ist wiederum Folge eines Baumsturzes im Kindesalter. Bassistin Noodle stieß in einem FedEx-Paket zur Band, Mudroc Niccals hatte als Findelkind unter einer grausamen Kindheit zu leiden, Russel Hobbs wiederum lag nach einer Besessenheit von einem Dämon vier Jahre im Koma. Trotz einer ganzen Lebensgeschichte, die Albarn und Hewlett um ihre Band herum bastelten, haben die Figuren ihren Ursprung in der Wirklichkeit - dem Charakter 2D dichtet man optisch eine Ähnlichkeit zu Damon Albarn an, im Grinsen von Murdoc denkt man Jamie Hewlett selbst zu erkennen, Russel ist dem kalifornischen Rapper Del Tha Funky Homosapien nachempfunden, während Noodle ihr Vorbild in der Sängerin Miho Hatori der New Yorker Experimental-Pop-Band hat.
Das Debüt-Album, "Gorillaz", mit der Hit-Single "Clint Eastwood" verkaufte sich weltweit über sieben Millionen Mal und brachte der Band den Eintrag "Erfolgreichste virtuelle Band" ins "Guiness Buch der Rekorde" aufgenommen - kein Wunder, haben sich die Gorillaz doch als erste virtuelle Musikgruppe überhaupt im kollektiven Gedächtnis festgesetzt.
Der Nachfolger, "Demon Days" startete mit dem Ohrwurm "Feel Good Inc." und erreichte in Großbritannien fünffaches Platin. In der Kategorie "Best Pop Collaboration With Vocals" erhielt die Formation 2005 einen Grammy. Am 8. März 2010 kam mit "Plastic Beach" das dritte Album in die Läden.
Zu "Demon Days" starteten die Gorillaz eine fulminante Live-Tour. Aus Mitschnitten entstand die DVD "Demon Days Live". In den Jahren 2000 bis 2006 porträtierte Regisseur Ceri Levy die zeichnerische, animatorische und musikalische Arbeit am Projekt Gorillaz. Der Dokumentarfilm feierte auf dem "Berliner Film Festival 2008" Premiere. Der Film erzählt auch die "persönlichen Geschichten" der fiktiven Bandmitglieder. Und man erfährt, wer den Akteuren hinter den Kulissen die Stimme leiht: Stars wie Dennis Hopper, De la Soul und Neneh Cherry.