Bands von A-Z | Blumentopf




Act Tonträger
 
 
 



Gründungsjahr   1992
Mitglieder Cajus
Holunder
Schu
Roger
Sepalot
Combo-Typ Band
Website blumentopf.nbsp.de
Social Networks www.myspace.com/blumentopf
Veranstalter Four Artists Booking GmbH, Berlin

Blumentopf aus Freising bei München gehören seit 1992 zur deutschen HipHop-Szene. Gesteigerte Berühmtheit erhielten sie im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft 2006. Mit ihren "Raportagen" präsentierten sie in der ARD ihren eigenen gerappten Spielbericht.


HipHop



 


 

Blumentopf Biografie

Fußballspielzusammenfassungen und Kommentare zur taktischen Spielführung sind ja im Großen und Ganzen für die Mehrheit der Fernsehzuschauer ziemlich öde. Um dies zu ändern brauchte es nur vier MCs aus Freising bei München. Mit ihrer „Raportage“ geben sie seit 2006 im Ersten ihre ganz eigene Meinung zu den Deutschlandspielen bei Welt- und Europameisterschaften ab.

Natürlich geht es in den Raps von Blumentopf nicht nur um Fußball. Sie rappen ironisch und mit viel Wortwitz über Alltags- und Beziehungsgeschichten, zeigen aber auch mal der Gesellschaft und führenden Politikern die rote Karte. In „Danke, Bush“ vom Album „Gern geschehen“, das 2003 bei Four Music im Vertrieb von Sony Music auf den Markt kam, beziehen sie klar Position gegen den Irak-Krieg.

Gegründet haben sich Blumentopf 1992. Seitdem veröffentlichten DJ Sepalot, Cajus, Holunder, Roger und Schuh sechs Alben, das letzte und aktuelle, „Wir“, kam am 6. Juni 2010 in den Handel. Der Longplayer, den Blumentopf erstmals unter EMI Music veröffentlichten, kletterte in Deutschland auf Platz elf der Charts. Damit ist „Wir“ nach „Gern Geschehen“ und „Musikmaschine“ aus dem Jahr 2006 der bisher erolgreichste Longplayer der Band. Die letztgenannten Alben erreichten Rang sieben der deutschen Charts.

„Wir“ ist kompromisslos, scharf und kantig, heißt es auf der offiziellen Homepage der Band. Auf „SystemFuck“, dem ersten Track auf dem Album, philosophieren Blumentopf wieder über Fußball, genauer gesagt über die FIFA Weltmeisterschaft 2010, auf Tracks wie „Hunger“ ist dann wieder das Leben an sich Thema, die Anstrengungen, die es kostet, es zu leben, aber auch die Stärke, die es in jedem Menschen hervorbringt. Entspanntere Themen werden auf „Wach auf“ behandelt. Hier geht es um den Vorzug, einfach mal etwas länger im Bett liegen zu bleiben.

Wer über Deutschrapp diskutiert, der kommt an dem Namen Blumentopf nicht vorbei. Gerade, weil sie in ihren Texten nicht „dissenderweise“ über Rap-Kollegen herziehen, sondern die HipHop-Fans erreichen, die sich für wechselseitige Hetz-Attacken fremdschämen und einfach nur die Musik genießen wollen, erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Blumentopf hören auch Menschen zu, die sich normalerweise nicht für Rap interessieren. Mit ihren „Raportagen“ haben sie längst Kultstatus erlangt und auch Menschen erreicht, die Rap für etwas halten, das Kriminelle in Amerika machen. Und solche, die sich nicht unbedingt für Fußball interessieren.