Bands von A-Z | Annett Louisan




Act Tonträger
 
 
 



Geburtsdatum   02.04.1977
bürgerlich Annett Päge
Combo-Typ Solokünstler
Website www.annett-louisan.de
Social Networks www.myspace.de/annettlouisan
Label 105 Music GmbH, Hamburg
Veranstalter SEMMEL CONCERTS, Bayreuth
 


 

Annett Louisan Biografie

In ihrer Biographie wird Annett Louisan von ihrem Label Sony Music als Bohemienne bezeichnet. Das mutet etwas seltsam an, wenn man im kalten Hamburg aufgewachsen ist, so weit weg von Frankreich, dem Mutterland der Bohème. Und doch, ihr erstes Album, das Annett Louisan im Oktober 2004 veröffentlicht, trägt genau diesen Namen.

Mit ihrem Chanson "Das Spiel" macht sie sich im kalten und regnerischen November des selben Jahres weiblich-hauchend einen Namen. "Ich will doch nur spielen", heißt es da und das Lied hält sich hartnäckig in den Charts. Ganz im Sinne einer Bohemienne räkelt sie sich im Video zur Single auf strahlend weiß gewaschenen Bettlaken und verspricht, auch ganz unkompliziert zu sein. Das Album "Bohème" erreicht sechs Wochen nach Veröffentlichung Gold, nach neun Wochen ist der Platin-Status erreicht. Bisher gingen mehr als 450.000 Einheiten des Tonträgers über den Ladentisch.

Im Oktober 2008 brachte die ehemalige Kunststudentin mit "Teilzeithippie" bereits Album Nummer vier auf den Markt. Nun will sie auch anders klingen: weniger Chanson und mehr Pop. Louisan trägt selbstbewusst nach außen, dass jetzt alles anders ist. "Wenn man seine eigene Masche erkennt, sollte man sie am besten fallen lassen", sagt sie. Also eine Verwandlung von Bohemienne zum Teilzeithippie?

Trotz aller Veränderung bleibt Annett Louisan ihren Themen weitgehend treu. Grundtenor bleibt das Auf und Ab in zwischenmenschlichen Beziehungen. Auf "Sexy Loverboy" gibt sie ihrem Verflossenen Tipps für die Zeit danach, "Auf dich hab ich gewartet" prophezeit sie ein paar Songs weiter. Auf dem von Alexander Zuckowski komponierten Track "Drück die 1" präsentiert sie sich sarkastisch als verstoßene Geliebte, die sich keine Entschuldigungen anhören will.

Wie ist sie denn nun, diese Annett Louisan? Sinnlich? Frech? Verletzlich und beschützenswert, bei einer Körpergröße von nur 1,52? Eins ist klar, sie spielt mit den Bildern, die auf sie projeziert werden. Und sie profitiert wohl vor allem von den endlosen und doch so unterhaltsamen Geschichten, die sich zwischen Mann und Frau abspielen. Kein Wunder, dass man sie mit ihrem Song "Der kleine Unterschied" als Soundtrack für einen Beziehungsfilm verpflichtet hat: "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken".