Bands von A-Z | Anna Netrebko




Act Tonträger
 
 
 



Geburtsdatum   18.09.1971
bürgerlich Anna Jurjewna Netrebko
Combo-Typ Solokünstler
Website www.annanetrebko.com
Social Networks www.myspace.com/annanetrebko
Veranstalter Deutsche Entertainment AG, Berlin
 


 

Anna Netrebko Biografie

Der unumstrittene Superstar im Bereich der klassischen Musik hat einen Namen: Anna Netrebko. Sie ist die Diva, deren Schlagzeilen die Klatschblätter füllen, deren Gesicht die Titelblätter von "Vogue" oder "Vanity Vair" schmückt, und die seit Jahren die Werbeikone von Escada und Chopard darstellt. Denn sie gilt als die Schönste und als der Inbegriff eines weiblichen Opernstars, der eine begnadete Stimme, ein betörendes Charisma und eine überaus ansprechende Silhouette in einer einzigen Person vereint. Alles Komponenten, die ihr den Titel der Klassiksängerin des 21. Jahrhunderts eingebracht und das "Time"-Magazin veranlasst haben, sie 2007 in die Liste der hundert einflussreichsten Menschen weltweit aufzunehmen. Ist die Netrebko heute auf der ganzen Welt zu Hause und besitzt seit 2006 auch die österreichische Staatsbürgerschaft, so ist sie aber nach eigenen Worten im Herzen Russin geblieben, die ihrem Heimatland den Start für eine internationale Karriere verdankt: Hier hat sie am St. Petersburger Rimski-Korsakow-Konservatorium Gesang studiert, ihr Diplom 1995 erfolgreich abgeschlossen und den Direktor des Mariinsky Theaters künstlerisch derart überzeugt, dass er sie noch während ihrer Ausbildung engagiert hat und sie in Mozarts Oper "Le nozze di Figaro" die Susanna singen ließ. Internationale Aufmerksamkeit erlangte die junge Sängerin schließlich mit ihrer Verkörperung der Ljudmilia in Glinkas gleichnamiger Oper, mit der das St. Petersburger Opernensemble 1995 in San Francisco unter der Leitung Valery Gergievs gastierte.

Bald schon schlossen sich Auftritte an der Metropolitan Opera, dem Royal Opera House Covent Garden oder dem Teatro alla Scala an, und die Netrebko erlebt ihren eigentlichen Durchbruch mit ihrer Interpretation der Donna Anna in Mozarts "Don Giovanni" unter der Leitung Nikolaus Harnoncourts während der Salzburger Festspiele im Jahre 2002. Singt die Netrebko seit diesen Tagen auf allen bedeutenden Opernhäusern dieser Welt, so scheut sie aber auch Auftritte in größten Dimensionen nicht, wie bei den Open-Air-Festivals der Berliner Waldbühne 2006 oder dem Schloss-Schönbrunn-Konzert in Wien 2008. Weiterhin hat die Netrebko bei dem bisher meistgesehenen Klassikkonzert aller Zeiten mitgewirkt, als sie anlässlich des Finales der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Berlin an der Seite von Plácido Domingo und Rolando Villazón vor einem Millionenpublikum auftrat.

Wagt sich die Netrebko hier also an Konzerte in Popdimensionen heran, so begreift sie sich aber ausschließlich als Vertreterin der Klassikbranche und ist zu keinerlei musikalischem Crossover bereit. Sie gilt geradezu als Verkörperung der klassischen Opernpartien im großen Stil und zählt Rollen wie die Mimì in Giacomo Puccinis "La Bohème" oder die Violetta in Giuseppe Verdis "La Traviata" zu ihren Signaturpartien.

Seit 2003 steht Anna Netrebko unter Exklusivvertrag mit dem Label Deutsche Grammophon und hat in den vergangenen Jahren eine umfangreiche Diskographie erlangt: Größte Anerkennung fanden hier ihre Soloalben "Sempre Libera" (2004), das "Mozart" und "Russian" Album (2006) bzw. die Duett-Aufnahmen mit ihrem langjährigen Bühnenpartner Rolando Villazón (2007) und zuletzt die Einspielung "I Capuleti e i Montecchi" mit Elina Garanaca im Jahr 2009.

Spaltet die Netrebko häufig die Gemüter und gibt es einige kritische Stimmen, die behaupten, der Erfolg dieser Sopranistin läge ausschließlich an ihrer glamourösen Erscheinung, so sprechen nicht zuletzt ihre Tonträger andere Worte, denn diese brachten der russischen Sängerin international größte Anerkennung ein: So hat Anna Netrebko bereits sechs Mal den Echo in Empfang nehmen können, wurde mit dem Amadeus Austrian Music Award, dem Bambi, der Goldenen Feder, dem Victoires de la Musique classique und dem Classical Brit Award ausgezeichnet. Die sicherlich größte Anerkennung brachte man der Sängerin aber von Seiten der Heimat entgegen, indem ihr 2005 der Russische Staatspreis verliehen wurde und sie Vladimir Putin 2008 zu der herausragenden „Volkskünstlerin Russlands“ erklärte.

Anna Netrebko, die 2008 wieder einmal aufgrund persönlicher Verhältnisse Schlagzeilen machte, nämlich mit der Geburt ihres Sohnes Tiago, den sie im September 2008 gesund zur Welt brachte, startet nach einer Babypause 2009 wieder voll durch, und man kann sie auf Gastspielen weltweit in verschiedenen Produktionen erleben. Zuletzt verzauberte sie im Mai 2009 das Münchner Publikum mit ihrem "La Bohème"-Auftritt an der Bayerischen Staatsoper, wo sie diesmal alle kritischen Stimmen weit hinter sich ließ. Ein Zeichen dafür, dass der russische Opernstar mittlerweile die klare Mehrheit davon überzeugt hat, nicht nur ein optischer, sondern vor allem auch ein akustischer und künstlerischer Juwel zu sein.