02.11.2012
Digital+Mobil
Köln - simfy hat die Song-Kataloge von TuneCore und Zimbalam in seinen Streaming-Dienst mit aufgenommen. Damit stehen auch Songs von Künstlern ohne Plattenvertrag via Streaming zur Verfügung. Derzeit stehen bei Simfy 18 Millionen Titel zum Anhören bereit.
simfy betont die Einbindung von sogenannten Do-It-Yourself-Vertrieben wie TuneCore und Zimbalam, da der deutsche Streaming-Anbieter in der Praxis immer häufiger die Frage gestellt bekomme, ob auch eine Band ohne Vertrag mit einem Label ihre Musik bei dem Streaming-Service platzieren könne. Künstler, die bei den eingangs genannten Diensten registriert sind, können ihre Musik dort selbst hochladen. Sie wird dann bei Services wie simfy hinzugefügt. Die Bearbeitungszeit dauert nach Angaben des Streaming-Dienstes etwa zwei Wochen. Die Künstler können auch ihr Cover-Artwork auf simfy platzieren.
TuneCore mit Sitz in New York wurde 2005 gegründet. Damit ist der Dienst einer der ersten Do-It-Yourself-Plattformen. TuneCore wirbt damit, die Einnahmen ohne Abzüge an den Künstler weiterzureichen. Allerdings kostet der Service 49,99 Dollar pro Jahr für jeweils ein Album. Einen einzelnen Song verbreitet TuneCore für 14,99 Dollar pro Jahr. Für eine Einmalzahlung von 75 Dollar können ohne Laufzeit und grenzenlos Songs über TuneCore verbreitet werden. TuneCore behält dann allerdings zehn Prozent der Erträge.
Das Modell des Anbieters Zimbalam ist dem von TuneCore ähnlich. Der Dienst gehört zu Believe Digital, einem der führenden Independent-Musik-Digitalvertriebe und Service-Provider für Künstler und Labels in Europa. Mehr als 70.000 Künstler nutzen seit 2009 die Möglichkeit, über Zimbalam selbst ihre Musik anzubieten und profitieren dabei zusätzlich von einem umfangreichen Set an Tools für Promotion und Verkaufsanalyse. Zimbalam verlangt einmalig 24,99 Euro für den Vertrieb einer Single mit ein bis zwei Songs sowie 34,99 Euro für ein Album mit drei bis 99 Stücken. Zehn Prozent der Einnahmen gehen auf das Konto von Zimbalam.
Simfy ist seit Mai 2010 online. Kürzlich ist das Portal nach Afrika expandiert.