04.12.2014  Recorded Music  Digital+Mobil

dooop: Plattform für Konzert-Live-Streams

 

München – dooop ist der laut eigenen Angaben "erste europäische Anbieter für bezahlte Online-Live-Konzerte". Künstler erhalten völlige Freiheit bei der Gestaltung eines Gigs, den Fans im Live-Stream mitverfolgen können – Live-Chat inklusive. Zum Start liegt der Fokus von dooop bewusst auf regionalen, noch unbekannten Talenten.

Künstler können dooop zum Beispiel nutzen, um Wohnzimmerkonzerte live zu übertragen, ihre Fans in den Backstage-Raum einer Venue einzuladen oder Feedback zu neuen Songs und Alben einzuholen. "Vorrausetzung für ein Konzert ist lediglich eine stabile Internetverbindung, die über die Website getestet werden kann, und ein Laptop oder eine Webcam und ein Mikrofon", heißt es in einer Mitteilung von dooop.

Bezahlt wird in dooops

Die Künstler legen den Preis für ein Konzert selbst fest, ebenso die Anzahl an Tickets, die zum Verkauf stehen. Der Mindestpreis beträgt 50 Cent pro Ticket. Fans kaufen Tickets mit sogenannten dooops, der eigenen Währung des Konzertportals. Dooops können per Kreditkarte, Paypal oder Überweisung erworben werden.

Dooops, "die nicht direkt für ein Ticket ausgegeben werden, bleiben im Account der Fans gespeichert und können beispielsweise während des Konzerts verwendet werden, um den Künstlern zusätzliches Trinkgeld zukommen zu lassen, etwa um sich für den Lieblingssong zu bedanken", teilt das Unternehmen mit. Während des Live-Streams können Fans, die eingeschaltet haben, zudem über eine Shoutbox miteinander kommunizieren bzw. "Fragen, Wünsche oder Anregungen an den Künstler schicken. Jeder Kunde hat zudem das Recht sich seine dooops ab einem Betrag von fünf Euro auszahlen zu lassen. Details dazu stehen auch in den dooop-AGBs.

60 Prozent der erzielten Einnahmen erhält der Künstler, 40 Prozent bleiben bei dooop. Davon bewältigt das Unternehmen Kosten wie die Gebühren für Payment-Dienstleister, Wartung und Support der Webseite, Programmierung neuer Funktionen, Support für Künstler und Fans, Kosten für Server, Software Lizenzen, GEMA-Gebühren, Marketing und Administration.

"Für die Künstler entstehen für die Konzertbuchung keine Kosten und daher auch keine finanziellen Risiken. Anders als im regulären Tour-Alltag stehen zwischen Künstler und Venue nicht noch Manager und Veranstalter, auch Kosten für Miete, Personal, Licht und Ton entfallen", heißt es weiter.

Fokus aus lokale Talente

Zum Start der Plattform arbeitet dooop zunächst bewusst mit noch unbekannten, lokalen Künstlern zusammen. Wir das Start-up mitteilt, sollen im nächsten Schritt "auch internationale Acts aus dem europäischen Ausland ihre Fans auf dooop erreichen".

"Auf dooop wollen wir Künstlern eine Möglichkeit bieten, unkompliziert und flexibel Konzerte zu spielen", erklärt Gründer Fabian Schmid, und er fährt fort: "Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass Fans bereit sind, für Online-Konzerte ihrer Lieblingskünstler zu zahlen. Mit dem Kauf eines Tickets unterstützen sie die Künstler so etwa dabei, das nächste Album zu finanzieren oder die Kosten für den nächsten Tourstop einzuspielen."

Fabian Schmidv

Die nächsten Konzerte

07.12.2014, 20 Uhr: Klima Duo – Deutschrockfolkpop
Eigene Songs und Lieblingscovers in besinnlicher Advents-Stimmung. Ticketpreis: 200 dooops (entspricht zwei Euro)

Klima

Klima Duo (Foto: zvg)


11.12.2014, 22 Uhr: Hannes Kreuziger – Deutscher Singer/Songwriter
Solange Du Liebst (Exklusives Album-Prelistening). Ticketpreis: 350 dooops (entspricht 3,50 Euro)

Hannes_Kreuziger

Hannes Kreuziger (Foto: zvg)


Mehr Informationen finden Sie auf www.dooop.de, die Website ist in der Beta-Version online.

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