10.09.2010  Recorded Music  Digital+Mobil

a2n: YouTube im Kreuzfeuer

 

Berlin - YouTube sorgte in jüngster Zeit erneut mehrfach für Schlagzeilen. Zum einen entschied das Landgericht Hamburg vor kurzem, dass das Video-Portal Titel der britischen Sängerin Sarah Brightman entfernen müsse. Kurz zuvor hatte das Landgericht Hamburg zudem eine einstweilige Verfügung gegen YouTube, die von der GEMA gemeinsam mit sieben weiteren Musikautorengesellschaften beantragt worden war, abgelehnt.

Im Rahmen des all2gethernow-Kongresses auf der Popkomm stellte sich Patrick Walker, Director Video-Partnerships beim YouTube-Mutterkonzern Google, den Fragen - und Vorwürfen - der Zuschauer, darunter einige Künstler und Songwriter. Moderiert wurde die Diskussion von Mike Masnick vom Online-Portal TechDirt.

Insbesondere der Schutz der Urheberrechte sorgte für eine hitzige Diskussion zwischen Walker und den Panel-Teilnehmern. In Deutschland werden offizielle Musikvideos nach wie vor blockiert, da sich GEMA und die Google-Tochter im Streit um die Höhe der Lizenzen nicht einig werden.

Grundsätzlich dreht sich der Streit um die Frage, wer die Verantwortung für den User-Generated-Content, der ohne Genehmigung der Urheber hochgeladen wird, übernimmt. Auf der einen Seite stehen die Urheber, die sich einem - aus ihrer Sicht - undurchsichtigen Riesen gegenüber sehen. YouTube wiederum beharrt darauf, Copyrights zu respektieren, jedoch nicht die Verantwortung dafür übernehmen zu können, welche Inhalte User auf der Seite posten. Mike P. Heisel, Vorstandsvorsitzender beim Verband der deutschen Musikproduzenten, sieht das anders: "Wer eine Plattform betreibt, trägt auch die Verantwortung dafür."

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