12.09.2013  Recorded Music  Österreich

YouTube: Einigung mit Verwertungsgesellschaften AKM/AUME

 

Wien - YouTube und die österreichischen Verwertungsgesellschaften AKM und AUME haben eine Einigung erzielt, wie Google Austria in eine aktuellen Pressemitteilung bekannt gab.

In einer Pressemitteilung vom 12. September berichtet Google Austria, dass sich YouTube und die österreichische Verwertungsgesellschaften der Autoren, Komponisten und Musikverleger (AKM) sowie austro mechana (AUME) eine Einigung erzielt haben. Nun könnten die von der AKM und AUME vertretenen Urheber Erlöse mit YouTube-Videos in Österreich erzielen. Im April dieses Jahres hatte Google seinen Streaming-Dienst in dem Land gestartet. “Wir freuen uns sehr darüber, eine Einigung mit AKM/AUME erzielt zu haben und damit die Kreation von österreichischen Inhalten auf YouTube fördern zu können“, wird Chris Maxcy, Director Global Music Partnerships bei YouTube, zitiert.

Für Gernot Graninger, CEO von AKM und AUME, stelle Vereinbarung mit YouTube sicher, dass die Urheber des AKM/AUME-Repertoires ab nun eine Vergütung für die Nutzung ihrer Musikwerke in Österreich erhalten. „Wir sind überzeugt, dass diese Vereinbarung ein wichtiger und positiver Schritt für unsere Mitglieder ist!“ Über die Höhe der Vergütung und zu den Vertragsbedingungen wurden, wie zu erwarten war, keine Angaben gemacht. Im April wurde bereits bekannt, dass AUME und AKM mit Google Play kooperieren.

Damit wächst der Druck auf die GEMA, sich ebenfalls mit YouTube zu einigen. Auch in Großbritannien hat sich GEMA-Schwester PRS For Music mit YouTube auf einen neuen Vertrag einigen können. Neben der Vergütungshöhe – die GEMA fordert einen festen Betrag pro Nutzung, während YouTube eine anteilsbezogene Vergütung anbietet – werden in Deutschland auch die Verschwiegenheitsvereinbarungen bei den Verhandlungen mit YouTube als Problem genannt. Wenn sich die GEMA mit YouTube einige, müssten die Vereinbahrungen nach dem Urheberwahrnehmungsgesetz veröffentlicht werden, so die GEMA. Das hätte für YouTube den Nachteil, dass sich andere Verwertungsgesellschaften bei Verhandlungen auf die von der GEMA ausgehandelten Konditionen berufen könnten.

Derweil wird noch in diesem Jahr der Musikvideo-Dienst Vevo in Deutschland starten – ein Unternehmen der Universal Music Group, Sony Entertainment und Abu Dhabi Media – und YouTube zumindest in Sachen Musikvideos Konkurrenz machen.

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