09.02.2012  Recorded Music  Wirtschaft

Warner Music Group: Umsatz ist stabil

 

New York - Das erste Quartal des neue Fiskaljahres der Warner Music Group endete am 31. Dezember. Der Umsatz in dem Zeitraum stieg um eine Million US-Dollar auf 779 Millionen.

Insbesondere der Digitalmarkt sticht positiv hervor. So fuhr die Warner Music Group in dem Bereich mit 219 Millionen US-Dollar 17 Prozent mehr Umsatz ein als noch im ersten Quartal des Fiskaljahres 2010/2011. Das Wachstum ist auf die Zunahme von legalen Downloads und Streaming-Diensten zurückzuführen.

Aufgeteilt auf die zwei Sparten – Tonträger- und Verlagsgeschäft – zeigt sich, dass der Tonträgermarkt mit nur einer Million weniger Umsatz als im Vergleichsquartal 2010 (661 Millionen US-Dollar) ebenfalls stabil geblieben ist. Der Verlust ist mit nach wie vor rückläufigen CD-Absätzen zu erklären. Zu den erfolgreichsten Warner-Music-Produkten gehörten in dem Quartal unter anderem die Alben von Michael Bublé ("Christmas"), Bruno Mars ("Doo-Wops & Hooligans"), Nickelback ("Here And Now"), Udo Lindenberg ("MTV Unplugged"), Ed Sheeran ("+") und The Black Keys ("El Camino").

Der Verlagsarm Warner/Chappell hat mit 123 Millionen US-Dollar hingegen ein Plus von drei Prozent verzeichnet. Hier ist ebenfalls der Umsatz aus dem Digitalgeschäft der größte Wachstumsfaktor (plus 36 Prozent).

Die operativen Erträge der Warner Music Group stiegen zudem um 44 Prozent auf 39 Millione US-Dollar. Dennoch verzeichnet der Major insgesamt ein Minus: Die Nettoverluste stiegen um 44 Prozent auf 26 Millionen US-Dollar an. Insbesondere die gestiegenen Zinsen aufgrund der Übernahme durch Access Industries belasten die Warner Music Group. Zudem wurden gute Geschäftszahlen in den USA, Japan, Kanada, Deutschland und weiteren Teilen Europas durch Verluste in Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und Teilen Asiens ausgeglichen.

Für die Zukunft hat sich Stephen Cooper, der neue CEO der Warner Music Group, vorgenommen, sich auf langfristige Künstlerentwicklung, Kostenabbau und die Erweiterung der Umsatzquellen zu konzentrieren. Cooper hat den CEO-Posten im vergangenen Jahr von Edgar Bronfman Jr. übernommen, der zum 31. Januar auch den Vorsitz des Aufsichtsrats der Warner Music Group aufgegeben hat. Bronfman hat kürzlich in einem Interview Stellung zur EMI-Übernahme durch Universal abgegeben und versichert, Warner würde dies vehement anfechten.

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