09.12.2011
Wirtschaft
New York - Die neuen Jahres-Bilanzzahlen der Warner Music Group zeugen von einem vier prozentigen Minus der Jahreseinnahmen auf 2,689 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu 2010. Der Digital-Umsatz nimmt derweil an Bedeutung zu. Mittlerweile sind Einnahmen aus digitalen Quellen mit 820 Millionen US-Dollar um acht Prozent gewachsen und machen insgesamt 29,7 Prozent der Gesamteinnahmen aus.
In den USA sind dies Digitaleinnahmen deutlich höher: Hier sind es beinahe 50 Prozent des Gesamtumsatzes. Der weltweite EBITDA fällt um 17 Prozent auf 290 Millionen US-Dollar. Der bereinigte EBITDA liegt laut Warner Music im Vergleich zum Vorjahr jedoch mit 367 Millionen US-Dollar mit drei Prozentpunkten im Plus. Das operative Ergebnis liegt mit 32 Millionen Euro bei einem Minus von 64 Prozent im Vergleich zu 2010. Allerdigs gibt Warner an, dass das bereinigte operative Ergebnis mit 99 Millionen US-Dollar mit zehn Prozent im Plus sei.
Das vierte Quartal des Geschäftsjahres, das am 30. September endete, brachte Umsatzwachstum in Frankreich, Spanien und Lateinamerika hervor. Dies wurde jedoch durch schwache Verkäufe in den USA, Japan und dem restlichen Europa wieder ausgeglichen. Stephen Cooper, der neue CEO der Warner Music Group, entschuldigt die Zahlen mit dem Release-Plan, der "schwach" war. Im laufenden Geschäftsjahr soll dies jedoch nicht der Fall sein, der Veröffentlichungsplan sehe gut aus.
Bei Warner Music stehen personelle Veränderungen bevor. Stephen Cooper hat Edgar Bronfman bereits als CEO ersetzt, nun gibt Bronfman auch seine Funktion als Vorstandsvorsitzender der Warner Music Group zum 31. Januar 2012 auf. Ein Nachfolger wurde noch nicht bestimmt, könnte aber laut "Billboard" aus den Reihen von Access Industries stammen, dem Konzern, der die Warner Music Group im Mai für 3,3 Miliarden US-Dollar aufkaufte.