09.08.2012  Recorded Music  Wirtschaft

Warner Music – 3. Quartal 2012: Digitalgeschäft legt zu

 

New York - Die Warner Music Group legt ihre Bilanz für das dritte Geschäftsquartal, das am 30. Juni zu Ende ging, vor. Die Digital-Einnahmen konnten um 13 Prozent gesteigert werden, wie es aus der Zentrale des Majors in New York heißt.

Der Nettoverlust beläuft sich auf 32 Millionen US-Dollar. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal betrug der Nettoverlust noch 46 Millionen US-Dollar. Der Gesamtumsatz der Warner Music Group sank nach eigenen Angaben um 4,9 Prozent auf 654 Millionen US-Dollar. Dies wird vor allem auf Fremdwährungsverluste geschoben. Zum Vergleich: In Q3/2011 belief sich der Gesamtumsatz auf 688 Millionen US-Dollar.

Einem Umsatzzuwachs in den USA, Deutschland, Italien, Kanada, Lateinamerika und Teilen Asiens stehen im zurückliegenden Quartal ein schwacher japanischer und französischer Markt gegenüber. Die operative Einnahmen in Q3/2012 fallen um 30 Prozent von 10 Millionen US-Dollar auf 7 Millionen US-Dollar. Das OIBDA, also die operativen Einnahmen vor Abschreibungen, beläuft sich auf 66 Millionen US-Dollar (Q3/2011: 77 Millionen US-Dollar)

Stephen Cooper, CEO der Warner Music Group, spricht von "verschiedenen Lichtblicken" der Warner-Quartalsbilanz und weist vor allem auf die Erfolge im Digital-Segment hin, in dem Warner Music im zurückliegenden Quartal einen Umsatz von 230 Millionen US-Dollar erzielte. Das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Das Digital-Geschäft macht mittlerweile 35,2 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Im Vorjahresquartal waren es 29,5 Prozent. Das Wachstum im digitalen Segment führt Warner Music vor allem auf die zunehmenden Download-Verkäufe und Streaming-Angebote zurück. Zum Vergleich: In Q2/2012 ging der Umsatz der Warner Music Group um acht Prozent auf 628 Millionen US-Dollar zurück. Der Digital-Umsatz legte dagegen um sieben Prozent zu.

Zu den Bestsellern aus dem Hause Warner Music gehören im zurückliegenden Quartal internationale Acts wie Linkin Park, die mit ihrem neuen Album "Living Things" ein neues Nummer-eins-Album vorlegten, Jason Mraz und die Band Fun, aber auch nationale Stars wie Die Toten Hosen.

Im Musikverlagsgeschäft sank der Umsatz um 4,1 Prozent auf 140 Millionen US-Dollar. Der Umsatz aus dem digitalen Musikverlagsgeschäft konnte um 6,7 Prozent auf 16 Millionen US-Dollar gesteigert werden. Im Bereich Synchronisation gingen die Umsätze um 3,3 Prozent nach oben. Erst vor kurzem übernahm der Warner-MusikverlagWarner/Chappell die Musikrechte aller Miramax-Filme, wodurch sich der Warner/Chappell-Katalog entscheidend vergrößert.

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