07.08.2012
Digital+Mobil
Paris - Len Blavatnik, Chairman von Warner-Eigner Access Industries, hat eine Minderheitenbeteiligung am Streaming-Dienst Deezer erworben. Blavatnik wird wohl den US-Start von Deezer drängen, vermutet die "New York Post".
Deezer ist derzeit in über 100 Ländern verfügbar – auch in Deutschland. In einigen der größten Musikmärkte wie den USA und Japan, gibt es Deezer allerdings noch nicht. Im vergangenen Jahr hat Deezer Einnahmen in Höhe von 60 Millionen US-Dollar generiert, im Jahr davor waren es lediglich 17 Millionen. Len Blavatik ist mit Access Industries nun in einer weiteren Finanzierungsrunde zu Deezer gestoßen, in der der Streaming-Dienst zwischen 50 und 100 Millionen US-Dollar einfahren wollte. Wieviel Access Industries beisteuert und wie hoch die Beteiligung an Deezer ist, wurde jedoch nicht bekannt.
Neben Access Industries hat Deezer Gelder vom Telekommunikationsunternehmen Orange, AGF Private Equity, CM-CIC Capital Privé, Dotcorp Asset Management und Xavier Niel, dem Gründer und Inhaber der Mehrheitsbeteiligung am französischen ISP Iliad. Orange hat dabei eine elf-prozentigen Anteil an Deezer und bietet in Kooperation mit dem Streaming-Dienst ein Kombi-Paket für Abonnenten in Großbritannien und Frankreich an. Deezer hat derzeit lauf "New York Post" 18 Millionen User, verrät jedoch nicht, wie viele davon Bezahl-Kunden sind. Deezer bietet ein kostenloses, ein Premium- und ein Premium-Plus-Paket an.