20.04.2015  Live Entertainment  Wirtschaft

Verwertungsgesellschaft für Veranstalter GWVR konstituiert Beirat

 

Hamburg - Die neue Verwertungsgesellschaft für Veranstalter, Gesellschaft zur Wahrnehmung von Veranstalterrechten (GWVR), hat bei der ersten Sitzung im Rahmen des PRG Live Entertainment Awards (LEA) in Frankfurt am Main einen Beirat gewählt. Das Gremium ist unter anderem für die Verabschiedung der von der Gesellschaft aufgestellten Tarife und Verteilungspläne zuständig. Die GWVR will diese bis 2016 aufstellen.

Zum Gremium gehören nun sechs Branchenvertreter. Die Versammlung wählte Rainer Appel (Senior Vice President Legal & Business Developement CTS Eventim), Frank Oliver Banasch (Prokurist und Leiter der Rechtsabteilung Stage Entertainment GmbH), Roland Forster (Künstlermanagement Roland Forster) und Stephan Thanscheidt (Geschäftsführer FKP Scorpio).

Der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (bdv) als Alleingesellschafter der GWVR stellte zudem drei weitere Beiratsmitglieder: Björn Bäurle (Leiter der Rechtsabteilung der Hörstmann Unternehmensgruppe), Michael Bispung (Geschäftsführer a.s.s. concerts & promotion Gmbh) und Daniel Rothammer (Prokurist und Leiter der Rechtsabteilung der DEAG Deutsche Entertainment AG).

bdv-Präsident Prof. Jens Michow kommentierte: "Ausgewiesene Branchenpraktiker und Führungskräfte maßgeblicher Branchenunternehmen haben sich bereit erklärt, Zeit und Arbeit in das neue bdv-Projekt zu investieren. Das brint uns einen weiteren Schritt voran, um die Veranstalter endlich angenemmsen an den Einnahmen zu beteiligen, die mit Live-Aufzeichnungen erzielt werden."

Hintergrund

Die Gesellschaft zur Wahrnehmung von Veranstalterrechten (GWVR) wurde nach zehn Jahren Vorbereitung Ende 2014 durch das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) zugelassen. Damit beanspruchen nun nach Urhebern, ausübenden Künstlern und Tonträgerherstellern auch Konzertveranstalter eine Vergütung für jede Form der Auswertung ihrer Leistungen.

Die GWVR wird wird künftig Ansprüche ihrer Mitglieder dann geltend machen, wenn Konzertaufzeichnungen z.B. durch Ton- oder Bildtonträger, durch Rundfunk oder Fernsehen oder als Stream beispielsweise auf YouTube oder Spotify genutzt werden. Die GEMA soll mit dem Inkasso der Beteiligungen beauftragt werden.

Mehr zur GWVR gibt es hier im "musikmarkt"-Interview mit GWVR-Geschäftsführer Dr. Johannes Ulbricht

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