18.06.2012
Digital+Mobil
Redmond - Während der E3 2012 wurde Kritik an Microsoft laut. Der Konzern kümmere sich nicht ausreichend um die Spieler. Dies dementiert das Unternehmen nun.
Als Reaktion auf den Auftritt von Microsoft auf der Electronic Entertainment Exposition 2012 in Los Angeles hat Sony neben Nintendo auch die Redmonder kritisiert. Die beiden Videospiel-Unternehmen hätten demnach die Spieler aus den Augen verloren. Ein Grund für den Seitenhieb der Japaner dürfte darin bestehen, dass Microsoft auf seiner Pressekonferenz in erster Linie auf nicht spielrelevante Neuerungen gesetzt hat. Der Konzern hatte mit SmartGlass eine Vernetzung unterschiedlicher Geräte vorgestellt und neben Xbox Music auch diverse Sport-, TV- und Videoangebote präsentiert.
Microsoft-Führungskraft Phil Harrison weist diese Kritik nun deutlich zurück. Man habe mit "Halo", "Gears Of War", "Forza", "Fable" und "Dance Central" Nachfolger für seine stärksten Marken präsentiert, die sich in erster Linie an Hardcore-Gamer richten. Laut Harrison sollen die Bemühungen seines Konzerns, die Xbox 360 zu einem noch umfassenderen Multimedia-Gerät zu machen, nicht auf die Kosten der Spieler gehen. Zudem zeigen die Statistiken zumindest für die USA, dass mehr als die Hälfte aller Nutzer ihre Spielkonsole nicht primär zum Spielen nutzen.
Dass sich die drei großen Hardware-Hersteller vor dem Hintergrund der E3 beharken, ist keine Seltenheit. In diesen Zusammenhang lässt sich daher auch die Kritik von Jack Buser, Leiter der Digital-Games-Sparte bei Sony, an Microsoft und Nintendo einordnen. Buser war es, der öffentlich kritisiert hatte, dass sowohl Nintendo als auch Microsoft die Core-Gamer aus den Augen verlieren.