25.08.2010  Recorded Music  International

Verbraucher erzielen Erfolg gegen P2P-Anwälte

 

London - Die private Anwaltskanzlei ACS: Law, allen voran ihr Chef Andrew Crossley, muss sich vor der Solicitors Regulatory Authority (SRA) verantworten. Die SRA achtet in England und Wales darauf, dass Anwälte ihre Kompetenzen nicht überschreiten und im Namen des Gesetzes handeln. ACS: Law hat bis heute über eine Million Pfund von eingeschüchterten Kosumenten erhalten, denen die Anwaltskanzlei Urheberrechtsverletzungen unterstellt hatte.

Allein im Juli gingen bei der SRA mehr als 400 Beschwerden von Verbrauchern ein, die mit Briefen belästigt wurden, in denen mit nicht-existenten Gerichtsverfahren gedroht wurde. Gegen Bezahlung oft ausladender Summen würden die Verfahren eingestellt, hieß es in den Briefen weiter.

Laut "Torrent Freak" stehen die Chancen gut, dass Adrew Crossley, der bereits zum zweiten Mal vor dem Tribunal erscheinen muss, gemaßregelt wird. Es stehe außer Frage, dass gegen illegale Filesharer rechtliche Maßnahmen ergriffen werden sollten. Allerdings sei das Vorgehen vieler Anwaltskanzleien, die sämtliche Verbraucher über einen Kamm scheren, von Taktiken der Einschüchterung geprägt und nicht rechtmäßig.

Die Awälte von ACS: Law geben sich auf ihrer Homepage als Spezialisten im Bereich Urheberrecht aus. Dieses Verhalten sehe man auch bei deutschen Anwaltskanzleien. Für Verbraucher sei es zunehmend schwierig, festzustellen, ob sie es tatsächlich mit Experten-Anwälten zu tun haben, oder mit Vertretern, die sich lediglich bereichern wollen.

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