11.03.2015  Recorded Music  Wirtschaft

Verbände bereiten erste gemeinsame Studie zur deutschen Musikwirtschaft vor

 

Hamburg – Die Verbände der deutschen Musikwirtschaft haben sich erstmals in einer Kooperation zusammengeschlossen, um alle marktrelevanten Daten der unterschiedlichen Musikwirtschaftsbereiche zu ermitteln. Dafür soll eine Studie durchgeführt werden, die fundierte Zahlen dieses Gesamtmarktes erhebt. Die Studie soll am 23. September in Hamburg beim Reeperbahn Festival 2015 präsentiert und veröffentlicht werden.

Im Fokus der Untersuchung steht die Ermittlung von Umsatz, Wertschöpfung und Beschäftigten aller Teilbranchen der Musikwirtschaft. Hintergrund ist, dass die tatsächliche marktwirtschaftliche Größe der Musikwirtschaft sowie die aktuelle Lage einzelner Teilmärkte derzeit nicht vollständig erfasst sind.

Eine Untersuchung, die die gesamte Musikwirtschaft, ihre Wertschöpfung und die Auswirkungen auch auf nachgelagerte Bereiche erfasst, liegt bislang nicht vor. Die verfügbaren Daten des Bundesamtes für Statistik sind in Teilen unvollständig und lassen dadurch nicht immer Rückschlüsse auf die volkswirtschaftlichen Kennzahlen innerhalb der verschiedenen Teilbereiche zu.

Online-Befragung von Unternehmen geplant

Das Institut für Kommunikationswissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena (IfKWJ) wird die entsprechende Studie durchführen. Die Verbände zählen insgesamt 30 Markt- bzw. Teilsegmente zur Musikwirtschaft. Anhand einer Online-Befragung will das Institut die Wertschöpfung der Teilmärkte, die Anzahl der von ihnen geschaffenen Arbeits- und Ausbildungsplätze und die Bedeutung des Wirtschaftszweiges als Standortfaktor ermitteln.

Zudem untersucht die Studie den Stellenwert von Musikproduktionen und Konzerten für Wirtschaftszweige außerhalb der Musikwirtschaft wie etwa für Rundfunkveranstalter, Hersteller von Unterhaltungselektronik und die Tourismusbranche. Neben der Online-Befragung planen die Verbände auch eine erneute Aufbereitung vorhandener Daten, zum Beispiel vom Statistischen Bundesamt, der Künstlersozialkasse, den Geschäftsberichten der Verwertungsgesellschaften und den Verbandsstatistiken.

Die Idee zur Durchführung einer solchen Studie entstand im Rahmen des "Musikdialog Hamburg 2014", den der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg jedes Jahr veranstaltet. Die Studie wird gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Träger des Projekts sind der Bundesverband Musikindustrie e.V. (BVMI), der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft e.V. (bdv), der Deutsche Musikverleger-Verband e.V. (DMV), die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL), die LiveMusikKommission e.V., die Society Of Music Merchants e.V. (SOMM), der Verband der Deutschen Konzertdirektionen e.V. (VDKD) und der Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V. (VUT).

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