17.09.2010
Szene
Düsseldorf – Am 15. September wurde in dem Restaurant und Kunst-Treff Malkasten in Düsseldorf der Musikpreis des VDKD an das Asasello Quartett verliehen. Die Preisverleihung fand im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung des Verbands der Deutschen Konzertdirektionen (VDKD) statt. "Musikmarkt & Musikmarkt LIVE!" ist Medienpartner und Mitsponsor der Auszeichnung.
Michael Russ, Präsident des VDKD, überreichte den mit 10.000 Euro dotierten Preis an das in Köln ansässige Kammermusikensemble, das vier Nationen vereint: Rostislav Kojevnikov (Violine) stammt aus Russland, Barbara Kuster (Violine) aus der Schweiz, Justyna Sliwa (Viola) aus Polen und Wolfgang Zamastil (Violoncello) aus Österreich. Russ würdigte gut gelaunt die Multinationalität des Quartetts und zitierte aus der Jury-Begründung: "Das Asasello Quartett erschafft ein nuanciertes, technisch perfektes und erfrischendes Klangbild von außerordentlicher Geschlossenheit. (...) Durch innovative Konzertformate und die selbst gegründete Konzertreihe '1:1 — Schon gehört?', die in Konzerten jeweils ein klassisches und ein zeitgenössisches Quartett konfrontiert, stellt das Asasello Quartett eine enorme Bereicherung des Musiklebens dar."
Die Laudatio hielt Deutschlandfunk-Redakteur Frank Kämpfer. Er unterhielt das Publikum mit einer ebenso pointenreichen wie dramaturgisch wirksam einstudierten Rede, die das Asasello Quartett wie in einem Reise- und Erlebnisbericht als ein Ensemble mutiger Musiker darstellte, die sich fernab von Klassik-Kommerz seit vielen Jahren eine eigene interpretatorische Nische geschaffen haben. Kämpfer verhalf mit seinen Sendungen dem Quartett zu größerer Bekanntheit, vor allem im Kölner Raum, wo sich das Asasello Quartett mit seinen oftmals durchaus gewagten Programmen aus zeitgenössischer Musik und klassisch-romantischem Standard-Repertoire bereits sein festes Publikum erspielt hat.
Die frisch prämierten Musiker spielten das Streichquartett von Schostakowitsch und überzeugten mit einer perfekten Darbietung dieses oft als sperrig empfundenen Stückes, das an diesem Abend wie Filmmusik den festlichen Charakter der Preisvergabe perfekt und mit einer avantgardistischen Note illustrierte. Stellvertretend für ihre Musikerkollegen bedankte sich Barbara Kuster vom Asasello Quartett sichtlich gerührt für die Auszeichnung.