26.02.2016  Recorded Music  Szene

VDKD: Instrumenten-Mitnahme auf Flügen soll erleichtert werden

 

München – Wer Musikinstrumente im Flugzeug transportieren möchte, hat oftmals mit uneinheitlichen Bestimmungen zu kämpfen. Der Verband der Deutschen Konzertdirektionen e.V. (VDKD) setzt sich nun für eine Erleichterung der Mitnahme von Musikinstrumenten im Handgepäck ein.

Der Verband unterstützt eine an den Europäischen Rat gerichtete Online-Petition der International Federation of Musicians (FIM). Gleichzeitig fordert der VDKD in konkreten Fällen im Austausch mit der jeweils betroffenen Fluglinie entsprechende Erleichterungen ein. So hat sich der Verband aktuell in einem Schreiben an die Fluglinie Air Berlin gewandt.

In diesem kritisiert der VDKD, dass Air Berlin dazu übergegangen sei, den Transport insbesondere von Geigen und Bratschen zu erschweren und keine Mitnahme im Handgepäck mehr zu erlauben. Musikern würde mitgeteilt, dass eine Instrumentenmitnahme in der Kabine nur durch Buchung eines weiteren Sitzes möglich sei, wie es bei größeren Instrumenten bekannt und geläufig sei. Hier hofft der Verband wieder die ursprünglichen Transportbedingungen erreichen zu können.

Die Petition der FIM fordert den Europa-Rat auf, einem ursprünglichen Parlamentsbeschluss des Europäischen Parlaments vom 5. Februar 2014 zu folgen und damit einer europaweit gültigen Erleichterung der kostenlosen Mitnahme von Musikinstrumenten im Flugzeug-Handgepäck zuzustimmen. Der Europäische Rat möchte diesen Beschluss abändern und die Entscheidung über die Instrumentenmitnahme im Handgepäck weiterhin den einzelnen Fluggesellschaften überlassen. Die Petition wurde bereits über 7800 Mal unterschrieben und ist unter change.org zu finden.

VDKD-Präsident Pascal Funke erläutert: "In der Praxis ist die Mitnahme von Instrumenten im Handgepäck, welche die dafür vorgesehenen Standardmaße überschreiten, meist kein Problem. Dennoch berichten Kollegen immer wieder von Fällen, in denen Künstler Schwierigkeiten bei der Mitnahme von Musikinstrumenten haben. Die derzeitige Situation führt zu Verunsicherungen und Einschränkungen. Eine einheitliche Regelung zur Erleichterung der Instrumentenmitnahme im Flugzeug-Handgepäck würde Künstler, Agenten und Konzertveranstalter entlasten und für einen ungehinderten kulturellen Austausch sorgen."

Globale Reisen, lokale Regeln

Wie zeit.de berichtet, gelten nicht nur innerhalb Europas, sondern weltweit unterschiedliche Regelungen und Praktiken beim Thema Instrumentenmitnahme. Besonders Ryanair, Air France, Etihad und Austrian Airlines genießen hier keinen guten Ruf.

Lufthansa und Germanwings möchten keine Freiflugscheine für Instrumente in der Kabine ausstellen. Man bemühe sich allerdings um Entgegenkommen, teilt ein Sprecher der "Zeit" gegenüber mit, Lufthansa lehne eine Gitarre als Handgepäck nicht ab. Erst recht gelte das für kleinere Instrumente. Es müsse natürlich noch genug Platz im Gepäckfach sein. In den USA hat sich deshalb bereits der Grundsatz "First-come, First-served" durchgesetzt.

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