04.01.2016  Recorded Music  Digital+Mobil

Urheberrechtsabgabe: iPhones und iPads 2016 teurer

 

Cupertino/Berlin – Apple iPhones und iPads sind seit dem 1. Januar um circa sechs bis acht Euro teurer, und das nur in Deutschland. Apple gibt damit die sogenannte Urheberrechtsabgabe, die Hersteller für jedes Smartphone und Tablet an die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) zahlen muss, fast komplett an den Kunden weiter. Diese Abgabe beträgt seit Neujahr fünf bis knapp neun Euro.

Wer iPhones verschiedenster Modelle und Geräteklassen direkt bei Apple bestellt, zahlt nun 5,95 Euro mehr als bisher. Beispielsweise kostet das iPhone 6s Plus mit 128 GB nun 1074,95 Euro anstatt bisher 1069 Euro. Amerikanische Kunden zahlen nach wie vor 949 US-Dollar plus Steuern. Das iPad Air hatte bisher 389 Euro gekostet und wird nun für 397,33 angeboten – eine Preissteigerung von 8,33 Euro. Dieser Aufpreis ist nun für alle iPad-Modelle fällig.

Wie andere Gerätehersteller mit der Erhöhung der Abgabe an die ZPÜ umgehen, ist noch nicht klar. Bisher war Apple der einzige Hersteller, der diese Abgabe direkt auf den deutschen Verkaufspreis addiert – eine Erhöhung des Verkaufspreises ist in der Branche bisher unüblich.

Die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) ist ein Zusammenschluss der Verwertungsgesellschaften GEMA, GVL und VG Wort. Für sie sammelt die ZPÜ seit diesem Jahr nun auch Herstellerabgaben für Smartphones und Tablets. Mitglieder des Branchenverbands Bitkom zahlen nun fünf Euro pro Smartphone und sieben Euro pro Tablet. Nicht-Mitglieder werden mit 6,25 Euro pro Smartphone und 8,75 Euro pro Tablet zur Kasse gebeten.

Die Verwertungsgesellschaften schütten das Geld an Urheber wie Komponisten aus und gelten damit die legalen Privatkopien ab, die von urheberrechtlich geschützten Werken auf Smartphones und Tablets zu finden sind. Bisher gibt es bereits Pauschalabgaben für Computer, MP3-Player, Kopierer, Drucker, USB-Sticks und ähnliche Speichermedien.

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