29.07.2013  Recorded Music  Digital+Mobil

Urheberrecht: GVU ermittelt Kino-Abfilmer dank versteckter Markierungen

 

Mannheim - Eine Frau wurde dabei erwischt, wie sie „Wolverine – Weg des Kriegers“ abfilmte. Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) war der Gruppe von Abfilmern, zu der die Frau gehört, dank versteckter Markierungen in Filmen auf der Schliche.

„Drei GVU-Mitarbeiter observierten in dem Lichtspieltheater gezielt“, erklärte die GVU in einer Stellungnahme. Die Frau hatte eine Kamera dabei, die derart präpariert war, dass keine Leuchtanzeigen oder reflektierende Teile zu sehen waren. Als sie mit dem Abfilmen begann, riefen die Mitarbeiter die Polizei. Nach der Vorstellung wurde die Frau von der Polizei abgeholt, aufs Revier gebracht, dort vernommen und später wieder freigelassen.

Die GVU ermittelt vor allem mithilfe von forensischen Markierungen in Bild und Ton in mehreren Kinos. Anhand der Markierungen können sie bei illegalen Kopien sehen, in welchem Kino der Film abgefilmt worden ist. So konnte die GVU feststellen, dass die Gruppe, zu der auch die Frau gehört, in diesem Jahr bereits vier Kinofilme illegal verbreitet hatte. Die Verdächtigen versorgen Release-Gruppen mit den Aufnahmen, die die illegalen Kopien auf Downloadserver hochladen. Uploader besorgen sich diese Kopien und laden sie auf Sharehoster hoch. Diese Links werden dann an Seiten wie kinox.to, dem Nachfolger von kino.to, weitergegeben.

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