27.07.2010  Recorded Music  International

Universal will Decca verstärkt ausbauen

 

London - Universal plant, Decca zu einem Label der Größenordnung von Polydor, Mercury und Island auszubauen. Zu diesem Zweck wechselt Simon Gavin, ehemals Kopf von A&M, als Managing Director zu Decca Affiliated Labels. Seine Aufgabe wird es sein, vielversprechende Künstler bei Verve, Blue Thumb und Impulse unterzubringen. Auch für Decca-Partner-Labels Rounder und Concord soll er sich nach potenziellen Signings umsehen.

Seine Arbeit als A&R für Duffy setzt Gavin fort. Er habe laut eigener Aussage vor, Künstler der verschiedensten Genres unter Vetrag zu nehmen. Decca repräsentiere einen Genre-Bereich, in dem noch Musik gekauft werde. Laut "Music Week" hat Gavin sein Augenmerk bereits auf eine vielversprechende Solokünstlerin aus New York gerichtet. Vor seiner Zeit bei A&M war Gavin A&R Director bei Polydor, wo er Künstler wie Sophie Ellis-Bextor, Daniel Bedingfield und Ms Dynamite unter Vetrag nahm.

Zeitgleich mit Gavins Einstellung bei Decca wird Mark Wilkinson, ehemals General Manager des Labels, zum Managing Director befördert. Außerdem erhält Decca erstmal einen Präsidenten-Posten, den Dickon Stainer übernehmen wird.

Decca wurde in den Sechzigern bekannt, als es Repertoire der Rolling Stones und Tom Jones veröffentlichte. Unter Universal entwickelte es sich zu einem Klassik-Label. Decca hatte 2010 einen Anteil am Album-Markt von 2,3 Prozent.

A&M wird als Label fortgesetzt. Eine Stellungnahme wird in den kommenden Wochen erwartet. Simon Gavin selbst vermutet, das Label werde zunächst seine Aktivitäten einstellen, sei allerdings zu stark, um ganz zu verschwinden.

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