19.02.2016  Recorded Music  Wirtschaft

Universal Music Geschäftsjahr 2015: Einnahmen erstmals seit 2002 wieder über 5 Mrd.

 

Paris – Die Universal Music Group konnte für das Geschäftsjahr 2015 einen wechselkursbereinigten Umsatzzuwachs von 2,7 Prozent auf 5,11 Milliarden Euro verbuchen. Dies ging aus einem Geschäftsbericht des Universal-Eigners Vivendi hervor. Damit überschreitet Universal Music erstmals seit 2002 wieder die 5-Milliarden-Euro-Marke. Derweil baut Streaming seinen Vorsprung auf Downloads seit dem dritten Quartal weiter aus.

2002 hatte die Universal Music Group noch einen Jahresumsatz von 6,276 Milliarden Euro verbucht. Im Folgejahr brachen die Einnahmen um 21 Prozent auf 4,97 Milliarden Euro ein und konnten bis einschließlich 2014 nicht mehr auf über fünf Milliarden Euro gesteigert werden. Nun hat Universal Music diese Grenze wieder überschritten.

Der Recorded-Music-Sektor verzeichnte dabei einen Umsatz-Zuwachs von 2,4 Prozent auf 4,11 Milliarden Euro. Doch auch der Verlagsarm (756 Millionen Euro, plus 3,0 Prozent) und das Merchandising-Geschäft (276 Millionen Euro, plus 3,5 Prozent) warfen einen höheren Umsatz ab als im Vorjahr. Die Einkommen aus "Music Operations" ging zwar leicht zurück (626 Millionen Euro, minus 0,6 Prozent), dafür vergrößerte sich der Cash-Flow um ein Drittel auf 567 Millionen Euro.

Streaming- und Abo-Dienste zeichneten für rund 52 Prozent der Digital-Einnahmen im zweiten Halbjahr 2015 verantwortlich – doppelt so viel wie in den ersten sechs Monaten. Im kompletten Jahr legten die Streaming-Umsätze um 43 Prozent zu und machten insgesamt rund ein Viertel der Recorded-Umsätze aus.

Damit hat Streaming auch in der Jahres-Bilanz den Downloads den Rang abgelaufen. Deren Anteil am Gesamtumsatz des Recorded-Music-Sektors ging von 24 auf 18 Prozent zurück. Physische Tonträger machten 38 Prozent der Einnahmen aus (2014: 42 Prozent), die Lizenzeinnahmen legten mit 17 Prozent Anteil leicht zu (2014: 16 Prozent).

Nordamerika-Anteil überholt den europäischen

Universal Music erzielte ein Drittel seiner Gesamtumsätze allein in fünf Ländern: USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Japan. Der europäische Anteil an den Einnahmen ging auf 39 Prozent zurück (2014: 42 Prozent), woduch der nordamerikanische Anteil auf 42 Prozent anwuchs (2014: 39 Prozent). Auf dem asiatischen Markt erwirtschaftete Universal Music unverändert neun Prozent seiner Einnahmen.

Zu den weltweiten Top-Sellern zählten dabei Taylor Swift, Justin Bieber, Sam Smith, The Weeknd und der Soundtrack zu "Fifty Shades Of Grey".

Universals Mutterkonzern Vivendi verzeichnete 2015 einen Umsatz von 10,8 Milliarden Euro (plus 1,4 Prozent). Der komplette Jahresbericht für 2015 steht unter vivendi.com als PDF bereit.

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