21.09.2012
Wirtschaft
Brüssel – Der Kauf von EMI Music durch Universal Music wurde von der EU Kommission unter Auflagen durchgewunken. Universal Music, IMPALA und Beggars äußern sich.
Statement von Universal Music
Man sei sehr glücklich darüber, das Okay der Regulatoren der EU Kommission für die Akquise von EMI Recorded Music erhalten zu haben, heißt es seitens Universal Music. Damit ende eine ausgedehnte Prüfungsphase der EU. Die Akquise werde sowohl der Gemeinschaft von Künstlern als auch der Musikindustrie nutzen. Die Universal Music Group behalte mehr als zwei Drittel von EMI auf weltweiter Basis. Mit einem breit aufgestellten Künstlerportfolio, darunter Katy Perry, Emeli Sandé, Robbie Williams, Herbert Grönemeyer, Lady Antebellum, Norah Jones, The Beatles, den Beach Boys, Genesis und Bob Seger, bleibe man seiner Vision treu: In Talent zu investieren und das Unternehmen wachsen zu lassen, um Konsumenten mehr Musik und mehr Auswahl bieten zu können. Gleichzeitig sollen digitale Dienste und Unternehmer verstärkt unterstützt werden, so Universal Music.
Statement von IMPALA
IMPALA erkannte zwar an, dass die EU Kommission immer wieder ernsthafte Bedenken an dem Universal/EMI-Merger geäußert hatte. Das Paket an Zugeständnissen der Universal Music Group reiche in den Augen des Indie-Verbands allerdings nicht aus, um Universals Marktmacht zu hemmen. Die Entscheidung der EU stärke ein bereits existierendes Duopol aus Universal Music und Sony Music nur zusätzlich, so Helen Smith, Executive Chair IMPALA. Die Entscheidung widerspreche den Grundprinzipien des Wettbewerbs auf kulturellen Märkten und Künstler und Konsumenten würden am Ende den Preis dafür zahlen. IMAPALA werde seine Möglichkeiten gemeinsam mit seinen Anwälten prüfen, sobald die finale Entscheidung veröffentlicht werde, so Helen Smith weiter.
Statement der Beggars Group
Auch Martin Mills, Chairman der Beggars Group, lobte die EU Kommission zunächst dafür, die "Bedrohung für den Musikmarkt" erkannt und umfassende Zugeständnisse von Universal Music gefordert zu haben. Dies solle jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass Universal Music einen bedeutsamen Konkurrenten aus dem Weg geräumt habe und dass Universals Marktmacht trotz der Zugeständnisse ein "inakzeptables Level" erreicht habe. Jeder, der versuche, einen neuen digitalen Service zu gründen, werde das laut Mills schon bald merken.