28.01.2011
International
Seattle – Amazon.com, Inc. hat seine finanziellen Ergebnisse für das vierte Quartal, das am 31. Dezember 2010 endete, bekannt gegeben. Demnach erzielte der Konzern Erlöse in Höhe von 12,95 Milliarden US-Dollar. Das sind 36 Prozent mehr als im vierten Quartal 2009 (9,52 Milliarden Dollar).
Laut "Der Standard" hat Amazon die Erwartungen damit nicht erfüllt. Analysten hätten mit einem Erlös in Höhe von 13,01 Milliarden Dollar gerechnet. Amazon verlautbarte, Wechselkursschwankungen im Laufe des Jahres würden das Ergebnis um 139 Millionen Dollar trüben. Ohne diesen Verlust würde das Wachstum 37 Prozent betragen.
Amazon verlor allerdings leicht beim operativen Gewinn: Dieser betrug im vierten Quartal 474 Millionen Dollar, verglichen mit 476 Millionen im Vergleichsquartal 2009. Auch hier hätten Wechselkursschwankungen das Ergebnis um 18 Millionen Dollar negativ beeinflusst.
Der Nettogewinn stieg um acht Prozent auf 416 Millionen Dollar oder 91 Cent je Aktie. Im vierten Quartal 2009 waren es 384 Millionen Dollar oder 85 Cent je Aktie.
Betrachtet man das gesamte Jahr 2010, stiegen Amazons Erlöse um 40 Prozent auf 34,2 Milliarden Dollar, verglichen mit 24,51 Milliarden im Vorjahr. Der operative Gewinn lag bei 1,41 Milliarden Dollar. Das sind 25 Prozent mehr als 2009 (1,13 Milliarden). Damals hatte sich ein Rechtsstreit, der Kosten in Höhe von 51 Millionen Dollar verursacht hatte, negativ auf die Ergebnisse ausgewirkt.
Der Nettogewinn stieg im gesamten Jahr um 28 Prozent auf 1,15 Milliarden Dollar respektive 2,53 Dollar je Aktie. Zum Vergleich: 2009 betrug der Nettogewinn 902 Millionen Dollar oder 2,04 Dollar je Aktie.
Amazon verdankt die guten Ergebnisse vor allem der dritten Generation seines E-Book-Readers Kindle. Mittlerweile verkaufe das Unternehmen mehr digitale Bücher als Paperbacks. Die Kombination aus Kindle und der digitalen Version von "Harry Potter And The Deathly Hallows" ist laut eigenen Angaben Amazons bestverkauftes Produkt bislang.