18.01.2016  Recorded Music  International

US-Jahresauswertung 2015: Neue Alben weniger gefragt als Backkatalog

 

New York – 2015 war ein historisches Jahr für die US-Musikindustrie: Erstmals wurden dort insgesamt mehr Alben aus dem Backkatalog der Künstler verkauft als deren aktuelle Neuerscheinungen.

Wie musicbusinessworldwide.com auf Grundlage der von Nielsen ermittelten Daten berichtet, gingen rund 122,8 Millionen Katalog-Alben – d.h. die seit über 18 Monaten auf dem Markt sind – über den Ladentisch. 2014 waren es noch 126,5 Millionen Exemplare, was einem Rückgang von 2,9 Prozent entspricht.

Die Zahl verkaufter Neröffentlichungen ging 2015 jedoch um ganze 9,2 Prozent zurück und belief sich auf 118,5 Millionen Einheiten. Davon gingen übrigens allein 7,44 Millionen (6,3 Prozent) auf das Konto von Adeles "25". Berücksichtigt wurden hierbei ausschließlich "echte" Albumverkäufe (physisch und digital), keine "Track/Streaming Equivalent Albums".

Der physische Albumverkauf machte davon 71,2 Millionen bei den Katalog-Alben und 65,8 Millionen bei den Neuerscheinungen aus. Im Digitalbereich lagen die Verkaufszahlen der neuen Alben noch knapp über denen der alten Releases: 52,5 Millionen (minus 2,5 Prozent) gegenüber 50,9 Millionen (minus 3,4 Prozent).

Bei Einzel-Downloads lagen die Katalog-Titel hingegen wieder vorne, wenngleich beide deutliche Verluste hinnehmen mussten: 484,9 Millionen (minus 14,9 Prozent) Katalog-Titel gegenüber 479,8 Millionen (minus zehn Prozent) neue Titel. (siehe Grafik 2)

Für Streaming-Abrufe wurden von Nielsen keine Daten bereitgestellt.

Adeles "25" war mit fast 7,5 Millionen verkauften Einheiten das erfolgreichste Album des Jahres, "Uptown Funk" von Mark Ronson feat. Bruno Mars die erfolgreichste Single.

0 Leser fanden diesen Beitrag lesenswert

0 Leser fanden diesen Beitrag weniger lesenswert

Vielen Dank für Ihre Meinung.

Sie haben schon an der Berwertung teilgenommen.

Sie haben ihre Meinung geändert.


 
 
 

Weitere News