05.01.2012
International
New York - Erwartungsgemäß fallen die Musik-Absatzzahlen auch in den USA nach Weihnachten rapide ab. Adele erklimmt daher mit "21" zum wiederholten Mal den Chart-Thron, insgesamt zum 14. Mal. Zuletzt war der Soundtrack zu "Titanic" 1998 so erfolgreich und stand 16 Mal an der Spitze der US-Album-Charts.
Das Video zu "Make You Feel My Love" von Adele aus ihrem Erfolgsalbum "21". Auf tape.tv gibt's noch weitere Musikvideos von Adele .
Adele landet dank 144.000 verkaufter Einheiten von "21" ( XL Recordings , Columbia ) wieder auf der Eins der US-Charts, obwohl das Album damit 64 Prozent weniger absetzte als noch in der Vorwoche. Tatsächlich sind die gesamten Top 25 der US-Charts im Minus. Gegenläufig dazu sind die Download-Zahlen jedoch bei vielen Alben im Plus. Die Erklärung hierfür ist schlichtweg Weihnachten: Verschenkte Download-Gutscheine und neue Abspielgeräte, insbesondere Smartphones, sorgten für vermehrte Nachfrage nach digitaler Musik.
So klettern Lady Antebellum, Florence + The Machine und LMFAO zurück in die Top 10, obwohl sie bis zu 51 Prozent weniger Einheiten ihrer Alben verkaufen als noch in der Vorwoche. Die Downloadzahlen der drei Alben sind jedoch in die Höhe geschossen: "Ceremonials" von Florence + The Machine wurde 35 Prozent häufiger, "Sorry For Party Rocking" von LMFAO 81 Prozent häufiger und "Own The Night" von Lady Antebellum gar 377 Prozent häufiger heruntergeladen als in der Vorwoche. "Billboard" mutmaßt, dass Apple damit viel zu tun hat, denn diese Alben wurden im iTunes-Store zu einem vergünstigten Preis von 6,99 US-Dollar beworben.
Adele wäre übrigens in der Erhebungswoche beinahe doppelt in den US-Top 10 vertreten gewesen: "19" klettert ebenfalls dank hoher Download-Zahlen von der 17 auf Platz elf. Insgesamt verzeichnet sie mit "19" zwar ein Absatzminus von 50 Prozent, Downloads des Albums waren jedoch um 225 Prozent im Plus. Weitere Alben, die von der gesteigerten Nachfrage nach Downloads profitieren, sind insbesondere Kelly Clarksons "Stronger", das um 232 Prozent häufiger heruntergeladen wurde als zuletzt, und "Number Ones" von Michael Jackson , das ein Plus von 681 Prozent verzeichnet. Der Vorwochenerste, Michael Bublé mit "Christmas" fällt derweil wie erwartet weit zurück auf Position 24.
Insgesamt wurden in der Erhebungswoche mit 7,7 Millionen Alben 49 Prozent weniger gekauft als in der Vorwoche und ein Prozent weniger als in der Vergleichswoche 2010. Dafür hat die amerikanischen Musikindustrie 2011 jedoch erstmals seit sieben Jahren wieder ein Jahr im Plus beendet: 330,6 Millionen Alben wurden 2011 abgesetzt, ein Prozent mehr als 2010.
Bei den digital verkauften Tracks sieht es noch besser aus: mit 1,3 Milliarden Downloads wurden 2011 8,5 Prozent mehr Tracks heruntergeladen als 2010. In der Erhebungswoche sind die digitalen Songs im Gegensatz zu den Alben ebenfalls im Plus: 46,4 Millionen Tracks wurden digital gekauft – 21 Prozent mehr als in der Vor- und zehn Prozent mehr als in der Vergleichswoche 2010. Das meistverkaufte Album von 2011 ist in den USA ganz klar Adeles "21", das 5,82 Millionen Mal verkauft wurde. Der erfolgreichste Song des Jahres 2011 stammt ebenfalls von Adele: "Rolling In The Deep" mit 5,81 Millionen Downloads.
72 Songs der Top 75 der digital verkauften Tracks wurden häufiger heruntergeladen als noch zuletzt, die ersten 33 der Rangliste haben gar je mehr als 100.000 Einheiten abgesetzt. An der Spitze stehen weiterhin LMFAO mit "Sexy And I Know It", Rihanna steigt mit "We Found Love" featuring Calvin Harris einen Rang nach oben auf die Zwei, während Katy Perry mit "The One That Got Away" einen Platz nach unten auf Nummer drei fällt. Die Top 5 runden LMFAO mit dem "Party Rock Anthem" und Bruno Mars mit "It Will Rain" ab.
Das Video zu "We Found Love" von Rihanna featuring Calvin Harris. Auf tape.tv gibt's noch weitere Musikvideos von Rihanna .
US-Album-Charts Top 10 – 08. bis 14.01.2012
01. (02) Adele "21"
02. (05) Drake "Take Care"
03. (03) Young Jeezy "TM:103 Hustlerz Ambition"
04. (06) Lady Antebellum "Own The Night"
05. (16) LMFAO "Sorry For Party Rocking"
06. (20) Florence + The Machine "Ceremonials"
07. (09) The Black Keys "El Camino"
08. (12) Coldplay "Mylo Xyloto"
09. (07) Rihanna "Talk That Talk"
10. (10) Diverse "Now 40"
Nicht mehr in den Top 10:
12. (08) Nickelback "Here And Now"
24. (01) Michael Bublé "Christmas"
32. (04) Justin Bieber "Under The Mistletoe"