22.08.2012
International
London - Untersuchungen haben ergeben, dass die britische Musikindustrie mit über 500 kommerziellen Musikfestivals pro Jahr zu einem wichtigen Bestandteil der englischen Wirtschaft geworden ist. In Zusammenarbeit mit der Tourismusorganisation Visit Britain veröffentlichte UK Music, Dachverband der britischen Musikindustrie, diese Ergebnisse in einer "Great British Music Festivals Map".
Dabei sollen sich die jährlichen Profite durch britische Festivals auf etwa 864 Millionen Pfund (ca. 1,2 Milliarden Euro) belaufen. Von den insgesamt 7.7 Millionen Festivalbesuchern, die man dieses Jahr registrierte, kamen 357.000 aus dem Ausland angereist. "Die Karte offenbart deutlich die Stärke und Vielfalt der gebotenen Festivals, bei denen für jeden Geschmack etwas dabei ist - man kann eindeutig sehen, warum Menschen aus der ganzen Welt hierher reisen, um sich an unserem Angebot zu erfreuen", erläutert Jo Dipple, CE bei UK Music. Neben Visit Britain waren auch die Organisationen Association Of Independent Festivals, Concert Promoters Association und die Association Of Festival Organisers an den Recherchen beteiligt.
Dennoch mussten Veranstalter dieses Jahr eine größere Zahl renommierter Festivals absagen, darunter das "Sonisphere 2012" und das "Glastonbury 2012" . Als Ursache gelten unter anderem die in London stattfindenden "Olympischen Sommerspiele 2012", aufgrund derer ausländische Besucher "nicht die Zeit haben, eines unserer großartigen Festivals zu besuchen", so Jo Dipple.