02.08.2010
International
London - Im vergangenen Jahr konnte das britische Tonträgergeschäft seinen Einnahmen aus Nebenrechten mit 193,5 Millionen Britischen Pfund (232,4 Millionen Euro) um 6,6 Prozent im Vergleich zu 2008 steigern. Damit nimmt die britische Musikindustrie nun mehr als ein Fünftel über Nebenrechte ein – ein Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Der Sektor Recorded Music hat 2009 laut der BPI insgesamt 1,12 Milliarden Pfund (rund 1,35 Milliarden Euro) generiert – eine Steigerung von 2,3 Prozent. Geoff Taylor, Chief Executive der BPI: "Illeagles Downloades stellt immer noch eine große Herausforderung für Musikunternehmen dar. Doch sie reagieren positiv, indem sie Veränderungen wagen und neue Möglichkeiten finden, ihre Investitionen, die sie in britisches Talent stecken, wieder einzuholen."
Einnahmen aus Nebenrechten erhalten Musikunternehmen unter anderem über die PPL, Sync-Deals, Merchandising, Konzerte und das Fernsehen. Dabei haben sich Multiple-Rights-Deals als besonders lukrativ erwiesen. 2009 spülten in Großbritannien allein Kooperationen mit Künstlern über 58,6 Millionen Pfund in die Kassen der Musikunternehmen – ein Plus von 16,7 Prozent im Vergleich zu 2008.
Zudem kamen über die PPL Lizenzgebühren in Höhe von 72,1 Million Britischer Pfund, über ein Drittel der Gesamteinnahmen aus Nebenrechten, zusammen. Sync-Deals haben sich derweil für Tonträgerunternehmen mit 25,2 Millionen Pfund um 19,6 Prozent mehr ausgezahlt als 2008.