02.01.2012
International
London - Erstmals wurden in Großbritannien in einer Woche über eine Million Alben und fünf Millionen Singles digital verkauft. An den Chart-Spitzen stehen Coldplay und Ed Sheeran.
Das Video zu "Paradise" von Coldplay. Auf tape.tv gibt es noch weitere Musikvideos von Coldplay.
Die Rekordumsätze auf dem Digitalmarkt hat die Musikbranche wohl Weihnachten zu verdanken – viele haben Download-Gutscheine geschenkt bekommen oder haben ihre neuen Geräte ausprobiert. Insbesonders schlägt sich das in den Single-Charts nieder. Mit über 5,451 Millionen abgesetzten Singles übertrifft die vergangene Woche die bislang beste Single-Verkaufswoche um knapp 700.000 Einheiten – 98,99 Prozent der 5,451 Millionen Singles wurden digital erworben. Außerdem haben erstmals alle Songs der britischen Single-Top-10 jeweils mindestens 50.000 Einheiten verkauft. Und: Jeder der Top-200-Ränge ab Platz sieben verzeichnet die bislang höchste Wochenverkaufszahl für die jeweilige Position.
Auf Platz eins der Single-Charts stehen Coldplay dank 108.390 verkaufter Einheiten von "Paradise". Coldplay stehen somit zum zweiten Mal in ihrer Karriere an der Spitze der UK-Single-Charts. Erstmals ist ihnen dies mit "VIva la vida" im Jahr 2008 gelungen. Derzeit sieht es gar danach aus, als könnte "Paradise" die erfolgreichste Single von Coldplay in Großbritannien werden. Dabei ist "Paradise" bereits seit zehn Wochen in den UK-Single-Charts vertreten und hat es erst jetzt bis an die Spitze geschafft.
Auch mit dem dazugehörigen Album, "Mylo Xyloto" (Parlophone), klettern Coldplay nach oben und landen auf Rang drei. Platz eins der Album-Charts nimmt Ed Sheeran mit "+" (Asylum) für sich in Anspruch, das zuvor noch auf der Neun rangierte. Die digitalen Verkaufszahlen sind in der Erhebungswoche zwar auf Rekord-Niveau, insgesamt sind die Album-Absatzzahlen jedoch eher enttäuschend. So erobert Ed Sheerans "+" mit lediglich 47.376 verkauften Einheiten Platz eins. Adele, mit "21" (XL Recordings) auf Rang sechs, setzt 35.835 Alben ab, während Jessie J 28.922 Einheiten von "Who You Are" (Island/Lava) verkauft und damit auf die Zehn aufsteigt.
Das Video zu "Price Tag", dem ersten großen Hit von Jessie J. Auf tape.tv gibt es noch weitere Musikvideos von Jessie J.
Der Vorwochenerste, Michael Bublé mit "Christmas" (Reprise), fällt erwartungsgemäß aus den Top 10 und landet auf Position 15. Hingegen profitieren viele Acts vom Jahresende und den dazugehörigen alljährlichen Jahresrang- und -empfehlungslisten. Beispielweise klettern Lady Gagas "Born This Way" (Interscope), Beyoncés "4" (Columbia/Parkwood Entertainment) und "Velociraptor" (Columbia) von Kasabian zurück in die Top 15. Zudem gibt es vier Alben, die über 100 Ränge hinter sich lassen: "Welcome Reality" (MTA) von Nero (von der 141 auf die 36), die Foo Fighters mit "Wasting Light" (RCA, von der 156 auf die 39), "Watch The Throne" (Roc-A-Fella) von Jay-Z und Kanye West (von der 172 auf die 59) sowie "Sinners Never Sleep" (Virgin) von You Me At Six (von der 185 auf die 76).
Insgesamt wurden in der Erhebungswoche 2.734.413 Alben in Großbritannien verkauft – ein Minus von 54,63 Prozent im Vergleich zur Vorwoche und 8,67 Prozent weniger als in der Vergleichswoche 2010. 37,29 Prozent der verkauften Alben waren Downloads, ebenfalls ein Rekord. Sechs der Top-40-Alben haben gar mehr digitale Einheiten abgesetzt als physische. Besonders bei Pinks "Greatest Hits... So Far!" (LaFace) haben die Käufer digital zugegriffen: lediglich 756 der 8369 verkauften Exemplare wurden als CD erworben.
UK Album Top 10 – 01. bis 07.01.2012:
01. (09) Ed Sheeran "+"
02. (11) Bruno Mars "Doo-Wops & Hooligans"
03. (04) Coldplay "Mylo Xyloto"
04. (03) Olly Murs "In Case You Didn't Know"
05. (02) Amy Winehouse "Lioness – Hidden Treasures"
06. (06) Adele "21"
07. (05) Rihanna "Talk That Talk"
08. (10) One Direction" Up All Night"
09. (07) Rebecca Ferguson "Heaven"
10. (14) Jessie J "Who You Are"
Nicht mehr in den UK Album Top 10:
13. (08) Westlife "Greatest Hits"
15. (01) Michael Bublé "Christmas"