17.09.2010
Digital+Mobil
London - Immer weniger Menschen besuchen die Webseiten von Labels und Künstlern, wenn sie ein Video sehen wollen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Videoplattform Brightcove und TubeMogul.
Demnach wurden im zweiten Quartal dieses Jahres 40 Prozent weniger Videos auf den Label- und Künstler-Homepages gestreamt, als noch in Q1. Vevo spiele hier wahrscheinlich die entscheidende Rolle. Die Vevo-Aktionäre Universal Music und Sony Music streamen Videos ihrer Künstler auch auf den eigenen Websites über die gemeinsame Plattform.
Für Warner könnte dieser Trend langfristig negative Folgen haben. Der Major hatte sich nicht an Vevo beteiligen wollen und stattdessen eine umfangreiche MTV-Partnerschaft geschlossen. Viele Fans wüssten allerdings nicht, auf welchem Label ihre Lieblings-Acts gesignt sind, meldet "Billboard". Für sie sei der Weg über Vevo der naheliegende.
Weitere Statistiken aus der Online-Video-Studie: In Q2 nahm die Anzahl der Unique Viewers von Online-Videos monatlich um 2,8 Prozent zu, verglichen mit 0,05 Prozent pro Monat im ersten Quartal. In Q2 wurden 11,8 Prozent mehr Videos pro Monat abgerufen als in Q1. Die durchschnittliche Betrachtungszeit lag bei zwei Minuten.
Videos auf Webseiten von Magazinen oder Seiten, die ausschließlich Videos streamen, werden am häufigsten bis zum Schluss gesehen. Die meisten User verbringen mehr Zeit mit Videos, die unmittelbar auf der Homepage gestreamt werden, als mit eingebetteten Streams über einen Off-Site-Player.
Und: Facebook und Twitter haben das Publikum, das sich am stärksten von Videos vereinnahmen lässt.