24.06.2011  Recorded Music  Digital+Mobil

Studie: Streaming bei Skandinaviern hoch im Kurs

 

Stockholm - Eine skandinavische Studie für Aspiro ergab, dass 73 Prozent der schwedischen Unter-30-Jährigen für Musik-Streaming zahlen würden. Bei den Norwegern sind es immerhin 65 Prozent.

Zudem kam die Studie zu dem Ergebnis, dass in der Woche zuvor über die Hälfte aller Befragten, Musik-Streams genutzt haben. Allerdings gaben ganze 30 Prozent an, gar nicht zu wissen, was ein Streaming-Dienst sei.

Dass das digitale Musikgeschäft in Skandinavien immer mehr an Bedeutung gewinnt, zeigen die IFPI-Zahlen: Im ersten Quartal dieses Jahres war in Norwegen beispielsweise der Umsatz aus digitaler Musik größer als der aus physischen Tonträgern – wobei Musik-Streaming mehr Einnahmen generierten als Downloads. In der Studie schlägt sich der Trend ebenfalls nieder: Die Hälfte der Unter-30-Jährigen gab an, ihre CD-Sammlung bereits aufgelöst zu haben.

Außerdem habe Musik-Streaming einen positiven Einfluss auf den Rückgang von illegalen Downloads: Beinahe 40 Prozent der Befragten und fast 50 Prozent der Unter-30-Jährigen gaben an, deshalb nicht mehr auf illegale Dateien zurückzugreifen. Für die Skandinavier ist bei der Wahl des Streaming-Dienstes am wichtigsten, dass ältere Titel leicht und schnell auffindbar sind. Ferner ist die Qualität der Streams von Bedeutung.

Die Studie wurde von Norstat im Auftrag von Aspiro durchgeführt: 3000 Skandinavier, zu gleichen Teilen aus Norwegen, Schweden und Dänemark, wurden dafür befragt.

Aspiro betreibt in Skandinavien mit WiMP einen Musik-Streaming-Dienst mit eigenen Angaben zufolge 300.000 zahlenden Kunden und hat White-Label-Lösungen für Musik- und TV-Streaming-Anbieter im Programm.

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