11.01.2016  Recorded Music  Digital+Mobil

Streitwert 200 Mio. Dollar: Weitere Sammelklage gegen Spotify

 

Stockholm/Los Angeles – Die US-Musikerin Melissa Ferrick verklagt Spotify und fordert in einer Sammelklage 200 Millionen US-Dollar vom schwedischen Streaming-Dienst. Spotify habe Ferricks Musik ohne Erlaubnis gestreamt und keine Tantiemen ausgezahlt. Aus dem gleichen Grund hatte vor zwei Wochen David Lowery eine Klage gegen Spotify eingereicht.

Kein guter Jahresbeginn für den Streaming-Marktführer Spotify: Bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen starten US-Musiker Sammelklagen gegen Spotify. Während es bei David Lowery um eine Streitsumme von 150 Millionen US-Dollar geht, fordert Melissa Ferrick 200 Millionen US-Dollar ein. Am Freitag, 8. Januar 2016, reichte die Musikerin die Sammelklage am US District Court in Los Angeles ein.

Wie David Lowery wirft Melissa Ferrick Spotify vor, ihre Musik im Stream anzubieten, ohne die Rechte dafür zu besitzen und daher eine Urheberrechtsverletzung zu begehen. Auch werde sie für die geschätzten eine Million Streams nicht ausgezahlt.

Ferricks Sammelklage kommentierte Spotify noch nicht. Der Spotify-Sprecher Jonathan Price äußerte jedoch nach Lowerys Klage, dass der Streaming-Dienst versuche, jedem Songwriter und Verlag jeden Penny auszuzahlen. Spotify habe seit dem Start 2008 über drei Milliarden US-Dollar an Rechteinhaber ausgezahlt. Spotify selbst wird derzeit mit circa acht Milliarden US-Dollar bewertet.

Spotify sagt, es verletzte nicht vorsätzlich Urheberrechte. Aber es gab zu, teilweise Musik im Stream anzubieten, bei der unklar sei, an wen die Tantiemen zu zahlen sind. Schuld daran sei das Fehlen korrekt geführter Datenbanken, so Price: „Leider sind vor allem in den USA die nötigen Daten über die akkuraten Rechteinhaber oftmals fehlend, falsch oder nicht vollständig. Wenn die Rechteinhaber nicht klar zuzuordnen sind, legen die die Tantiemen beiseite, bis wir die Identität bestätigen können.“ Aufgrund dieser Probleme plant Spotify, selbst eine globale Verlags-Lizenz-Datenbank aufzubauen.

0 Leser fanden diesen Beitrag lesenswert

0 Leser fanden diesen Beitrag weniger lesenswert

Vielen Dank für Ihre Meinung.

Sie haben schon an der Berwertung teilgenommen.

Sie haben ihre Meinung geändert.


 
 
 

Weitere News

 
 

24.06.16 |

Recorded Music

Wirtschaft

Mit ihrem Live-Set "Böhse für's Leben - Live am Hockenheimring 2015" platzieren sich die Böhsen Onkelz ein achtes Mal an der Spitze der deutschen Album-Charts.

 

24.06.16 |

Recorded Music

Digital+Mobil

Sieben Monate nach der Veröffentlichung steht das Hitalbum "25" von Adele Fans auch auf Streaming-Diensten zur Verfügung. Dies wurde von Spotify, Apple Music, Amazon Prime und Tidal bestätigt.

 

24.06.16 |

Recorded Music

Wirtschaft

Jean Pierre Kraemer, bekannt als von der Show "Die PS Profis" auf Sport1 und von seinem YouTube-Kanal "JP Performance", hat beim Sony-Label Spassgesellschaft unterschrieben. Seine eigene Liveshow, die im November Premiere feiert, wird von Burcardo als Veranstalter auf die Beine gestellt.

 

24.06.16 |

Live Entertainment

Wirtschaft

Am gestrigen Donnerstag, 23. Juni, trafen sich die Aktionäre der DEAG Deutsche Entertainment AG zur ordentlichen Hauptversammlung. Dabei wurde Michael Busch zum vierten Aufsichtsratsmitglied gewählt.