03.04.2013  Recorded Music  Wirtschaft

Steinbrück und Briegmann diskutieren über Urheberrecht, Digitalisierung und Vergütung

 

Berlin - Im Rahmen des "Ländertags Berlin" schaute SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in der Universal-Music-Deutschlandzentrale vorbei und traf sich dort mit Frank Briegmann, President Central Europe und Deutsche Grammophon Universal Music International, zum Gespräch.

Briegmann und Steinbrück thematisierten u.a. die Digitalisierung des Musikmarkts, Probleme des Urheberrechts sowie die Schaffung von Rahmenbedingungen zur angemessenen Vergütung von Künstlern und Kreativen. Dabei berichtete Briegmann beispielsweise von dem Erfolg der Musikbranche im digitalen Umfeld – im vergangenen Jahr nahmen die Einnahmen im Musik-Digitalsektor beihane um 20 Prozent auf 294 Millionen Euro zu, meldete der BVMI vergangene Woche. Die deutsche Musikindustrie habe auch in schwierigen Zeiten, in denen Musik massenhaft illegal verbreitet wurde, nicht aufgehört, in Newcomer und innovative Business-Modell zu investieren. Damit könne die Musikbranche anderen Kreativindustrien als Vorbild dienen.

Beim Gespräch mit Peer Steinbrück erinnerte Frank Briegmann jedoch auch daran, dass "dieser Erfolg einzig aus eigener Kraft und weitestgehend ohne die Unterstützung der Politik gelungen sei". Seitens der Politik bestünde dringender Handlungsbedarf, um das Urheberrecht zu aktualisieren und es wirksam durchzusetzen. "Die wirtschaftliche Zukunft von Künstlern und Kreativen und damit auch die kulturelle Vielfalt könnten in Deutschland langfristig aber nur gesichert werden, wenn ihr geistiges Eigentum endlich wirksam geschützt würde", schreibt Universal in einer Pressemitteilung.

Erfreulich fände Briegmann den Ansatz der SPD in Sachen geistiges Eigentum. Im Entwurf zum SPD-Regierungsprogramm 2013 heißt es: "Das geistige Eigentum ist der Rohstoff der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die unverbrüchliche Verbindung zwischen Urheber und Werk darf nicht relativiert werden. Der Schutz des geistigen Eigentums ist für die SPD deshalb essentiell." Sollte sich Steinbrück bei der Wahl durchsetzen, werden Frank Briegmann sowie Künstler und Kollegen der Kultur- und Kreativbranche ihn beim Wort nehmen, versicherte Briegmann.

Steinbrück ist nicht der einzige Gast aus der Politik, den Universal in letzter Zeit empfangen hat. Erst beim Empfang zum Echo 2013 wurde Philip Rösler, der Bundesvorsitzender der FDP und amtierende Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, gemeinsam mit Max Hole und Frank Briegmann gesichtet.

Peer Steinbrück befindet sich noch bis zum 28. Mai auf Länderreise, im Rahmen derer er verschiedene deutsche Städte besucht. Begleitet wurde Steinbrück in Berlin vom Chef der Berliner Senatskanzlei Björn Böhning.

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