22.08.2012
Digital+Mobil
Stockholm/Delaware - Die niederländische Firma Nonend hat in den USA Klage gegen Spotify eingereicht. Denn: Der schwedische Streaming-Dienst Spotify soll in 40 Fällen Patente des Unternehmens verletzt haben. Nonend hält eingetragene Patente im Bereich Streaming, P2P, Payback und Retrieval, so "Heise".
Das Nonend eine Klage speziell gegen Spotify anstrengt, ergibt sich aus der Tatsache, dass Spotifys Angebot eine P2P-Komponente beinhaltet. "Heise" zitiert aus einer Pressemitteilung aus dem Hause Nonend, die angibt, 35 Prozent der Inhalte in den USA würden von Mitgliedern, aber weniger als zehn Prozent von Spotify-Servern stammen.
Laut Anklage ist die P2P-Architektur von Spotify das Hauptunterscheidungsmerkmal zwischen Spotify und anderen Anbietern, die auf eine sogenannte Client-Server-Architektur bauen würden. Die von Nonend entwickelte P2P-Architektur mache den Dienst effizienter, schneller und helfe Spotify Kosten zu sparen, heißt es.
Derzeit hat Nonend noch keine Anklagen gegen andere Streaming-Dienste erhoben, so "Music Week". Zudem sei die Firma bereit, ihre Technologie zu lizenzieren. Die Höhe der von Nonend geforderten Schadenszahlungen gegen Spotify ist nicht bekannt.
Ende Juli hat Spotify Einjähriges in den USA gefeiert. Die US-Nutzungszahlen offenbaren, dass innerhalb eines Jahres 13 Milliarden Songs über Spotify gestreamt wurden.