18.02.2016  Recorded Music  Digital+Mobil

Spotify wächst auf fast 30 Mio., Apple Music auf 11 Mio. Abos

 

Stockholm/Cupertino – Die Nutzerzahlen der populärsten Streaming-Dienste, Spotify und Apple Music, wachsen weiter – und anscheinend auch immer schneller. Wie "Billboard" berichtet, steht Spotify mittlerweile bei fast 30 Millionen Abonnenten, Apple Music zählt über elf Millionen zahlende Nutzer.

Vonseiten Spotifys gab es keine offizielle Bestätigung, was "fast" 30 Millionen Abonnenten konkret bedeutet. Im Juni vergangenen Jahres hatte der schwedische Streaming-Anbieter nach eigenen Angaben die Marke von 20 Millionen Abonnenten geknackt. Zum Ende des Jahres wurde die Grenze von 25 Millionen zahlenden Nutzern überschritten, ohne dass Spotify eine genaue Mengenangabe machte.

Apple Music hingegen ließ seine Zahlen von den Executives Craig Federighi und Eddy Cue offiziell in John Crubers Podcast "The Talk Show" verkünden. Der Dienst hatte Ende 2015 noch zehn Millionen Abonnenten, die alle aus den drei Monaten nach Ende der ersten Test-Abos stammen.

Die neuen Zahlen beider Unternehmen legen nahe, dass sich der Abonnentenzuwachs beschleunigt. Spotify konnte in den letzten rund sechs Monaten "fast" zehn Millionen zahlende Nutzer akquirieren – für die zehn Millionen davor brauchte es doppelt so lange. Wenngleich andere Dienste wie Muve Music oder Rdio zahlreiche Nutzer verloren oder den Betrieb komplett einstellen mussten, so übertreffen Spotifys Zugewinne doch diese Verluste – vermutlich auch, da viele deser User zu Spotify oder Apple migrierten.

Ähnlich verhält es sich bei Apple Music. Durch die globale Marktmacht des Tech-Riesen und seiner Etabliertheit im Leben unzähliger Musikkonsumenten kann Apple auch neue Kunden für Streaming-Angebote begeistern, die sonst vielleicht nie ein Abo abgeschlossen hätten. Laut einer Studie des Musik-Business-Analysten Mark Mulligan könnte Apple Music seine Abonnentenzahl 2016 sogar verdoppeln.

Neue Player, neue Abonnenten?

Mit Pandora könnte in Bälde ein weiterer etablierter Musik-Anbieter in den Streaming-Ring steigen. Das Unternehmen rechnet damit, dass es nach konservativen Schätzungen zehn Prozent seiner 81 Millionen monatlichen Hörer als Streaming-Abonnenten gewinnen könnte. Jedoch sucht Pandora im Moment wohl einen Käufer, da die Nutzerzahlen seit einiger Zeit stagnieren und die Erträge rückläufig sind.

Der Streaming-Markt wird momentan von Spotify und Apple Music angeführt. Dahinter folgen mit einigem Abstand Deezer, Rhapsody/Napster und MelOn aus Südkorea. Neben dem Einstieg von Pandora dürfte zudem auch der Start von YouTube Red das Feld aufmischen. Auch Amazon plant wohl den Start eines Premium-Streaming-Dienstes neben Prime Music.

Nach Schätzungen von "Billboard" könnten all diese Unternehmen 2016 zusammen rund 40 bis 50 Millionen neue Abonnenten für sich gewinnen.

Netflix um Längen vorn

Dass Musik-Streaming aktuell jedoch noch deutlich hinter Video-Streaming-Angeboten liegt, zeigt ein Vergleich mit Netflix, dem weltweiten Video-Abo-Primus. Jener verzeichnet rund 75 Millionen zahlende Nutzer, allein 17 Millionen davon schlossen ihr Abo in den vergangenen zwölf Monaten ab. Netflix erwartet allein für das erste Quartal 2016 einen weiteren Zuwachs von sechs Millionen Nutzern.

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