29.10.2010
Digital+Mobil
London - Laut Zahlen von "Music Ally" hat der Streaming-Dienst Spotify seit seinem Launch im Oktober 2008 rund 40 Millionen Euro an Rechteinhaber ausgeschüttet. Der Großteil davon, 30 Millionen Euro, sollen in den ersten acht Monaten dieses Jahres geflossen sein. Mittlerweile heißt es gar, dass Labels in einigen Ländern von Spotify mehr profitieren als von Apples Download-Store iTunes.
So nehmen die zwei Majors Universal und Sony Music einem Bericht der schwedischen Mediengruppe Dalarnas Tidningar in Schweden mehr über Spotify ein als über jeden anderen Händler, on- und offline. "Spotify ist dabei, der größte Partner zu werden, den wir haben", so Jacob Herbst, Director of Digital Sales bei Sony Music Sweden. "Wenn man sich die Entwicklung der letzten paar Monate ansieht, verdienen Labels und Künstler am meisten durch Spotify. Wir haben mehrere Acts, die 80 Prozent ihrer Einnahmen über Spotify generieren."
"Music Ally" spekuliert dennoch, dass Spotify sich derzeit noch nicht rentiert. Der Dienst hat momentan 9,5 Millionen User, davon sind geschätzte 650.000 zahlende User. 90 Prozent davon sollen ein Monats-Abonnement über 9,99 Euro, die restlichen zehn Prozent das Abo über 4,99 Euro nutzen. Insgesamt nimmt die Plattform dadurch knapp 6,2 Millionen Euro ein. Dazu kommen noch Werbeeinnahmen. Da die Kosten für einen Streaming-Dienst jedoch entsprechend hoch sind, prognostiziert "Music Ally", dass es noch ein wenig dauern wird, bis Spotify für sich selbst Gewinn einfährt.
Spotify ist derzeit in sieben europäischen Ländern verfügbar, in Deutschland allerdings noch nicht. Das Unternehmen bereitet sich zurzeit auf seinen Launch in den USA vor.
Erst vor wenigen Tagen dementierte Spotify, von Apple übernommen zu werden.