30.07.2010  Recorded Music  Digital+Mobil

Spotify setzt auf Neuverhandlungen mit US-Majors

 

London - Es fängt wieder von vorne an: Nachdem man die US-Majors nicht für das europäische Spotify-Modell begeistern konnten, plant der Musikdienst Neuverhandlungen, um herauszufinden, welcher Service in Amerika noch in diesem Jahr machbar wäre.

Spotify plant bereits seit knapp zwei Jahren seinen US-Start, erntete aber von den meisten Labels, allen voran Warner Music, keinen Zuspruch für sein "Freemium"-Modell. In Europa kommen Spotify-User kostenlos in den Genuss sämtlicher Musik-Streams, müssen aber ein werbefinanziertes Interface in Kauf nehmen. Wer einen monatlichen Beitrag zahlt, erhält ein werbefreies Angebot. Spotify CEO Daniel Ek bestand bislang auf ein ähnliches Modell in Amerika, allenfalls mit einer zeitlichen Beschränkung der kostenlosen Nutzung des Streaming-Services. Bislang kam man mit den vier Majors allerdings auf keinen gemeinsamen Nenner.

Anfang des Monats hatte Daniel Ek die Behauptung wiederholt, noch in diesem Jahr in den USA online gehen zu wollen, hatte aber bereits angedeutet, dass es sich auch auf das nächste Jahr verschieben könnte. Quellen gaben gegenüber "Billboard" bekannt, dass Spotify sich dazu bereit erklärt habe, über Kurzzeitverträge ein abgeändertes Modell auf dem US-Markt zu launchen, das sich mit der Zeit entwickeln könnte. Wie genau ein solches Modell aussehen könnte, sei unklar.

Für Spotifys PR wäre es wichtig, die Deadline für den Launch 2010 einzuhalten - bereits jetzt werden immer mehr zynische Stimmen seitens der Presse laut. Auch Investoren könnten mit dem US-Launch beruhigt werden. Ohne einen Stand auf dem amerikanischen Markt ist fraglich, ob Spotify seinen geschätzen Marktwert von 250 Millionen US-Dollar rechtfertigen kann.

Daniel Ek zog bereits nach New York, um bei Verhanlungen vor Ort zu sein. Trotzdem, so eine "Billboard"-Quelle, habe Spotify Sean Parker kontaktiert, seines Zeichens Managing Partner bei Investor Funders Fund, Mitgründer von Napster und Gründungspräsident von Facebook. Angeblich habe Founders Fund eine unbekannte Summe an Spotify überwiesen.

0 Leser fanden diesen Beitrag lesenswert

0 Leser fanden diesen Beitrag weniger lesenswert

Vielen Dank für Ihre Meinung.

Sie haben schon an der Berwertung teilgenommen.

Sie haben ihre Meinung geändert.


 
 
 

Weitere News