02.04.2012
Digital+Mobil
Stockholm – Spotify hat die Begrenzungen für Spotify Free, das kostenlose Angebot des Streaming-Dienstes, in den USA, Schweden, Finnland, Norwegen, den Niederlanden und Spanien aufgehoben.
In den USA war Spotify Free bislang nur über einen bestimmten Zeitraum nutzbar. Diese Einschränkung hat Spotify jetzt aufgehoben. User des kostenlosen werbefinanzierten Angebots von Spotify müssen künftig also nur auf mobile Unterstützung und den Offline-Speicher von Spotify verzichten. In Schweden, Finnland, Norwegen, den Niederlanden und Spanien konnte man als Spotify-Free-User Songs maximal fünf Mal abspielen. Auch diese Begrenzung hat Spotify nun beseitigt.
Bei Spotify nehme man den Kampf gegen Piraterie auf, so ein Spotify-Sprecher gegenüber "Music Week". Dafür sei ein kostenloses Angebot essenziell. Auch Axel Bringéus, Director International Growth bei Spotify, erklärte im Interview mit "Musikmarkt", dass man Leute, die in der Vergangenheit nichts für Musik bezahlt hätten, nur über ein kostenloses Angebot locken könne.
Dass Spotify sein kostenloses Angebot in einigen Ländern noch begrenzt, begründet das Unternehmen damit, dass die Vereinbarungen mit den Labels von Markt zu Markt unterschiedlich seien. In Deutschland beispielsweise erhalten User von Spotify Free zu Beginn zehn Stunden Spielzeit für Musik. Jede Woche gibt es 2,5 Stunden dazu. Maximal können bis zu zehn Stunden angespart werden. Zudem kann jeder Song nur maximal fünf Mal angehört werden, unabhängig davon, wie viele Wochen zwischen den einzelnen Plays liegen.
Apropos Vereinbarungen: Wie die GEMA in ihrer Jahrespressekonferenz am 13. März bekannt gab, gebe es noch gar keine endgültige Einigung mit Spotify. Am 26. März fand die nächste Verhandlungsrunde zwischen der GEMA und Spotify statt. Die Verhandlungen hätten noch kein Ergebnis gebracht, heißt es seites der GEMA. Man verhandle jedoch weiter und sei nach wie vor zuversichtlich, zu einer Einigung zu kommen.