23.08.2012
Wirtschaft
Stockholm – "Computer Sweden (CS)" ist das Unmögliche gelungen: Die schwedische Computer-Zeitschrift legt Spotify-Zahlen offen. Demnach lagen die Verluste von Spotify im vergangenen Jahr bei mehr als 40 Millionen Euro, bei einem Umsatz von über 185 Millionen Euro.
Sowohl der Umsatz als auch der Verlust von Spotify stiegen damit im Vergleich zum Jahr 2010 deutlich an, so "CS". 2010 habe Spotify einen Umsatz von etwa 73 Millionen Euro erzielt, bei einem Verlust von etwa 28 Millionen Euro.
Spotify habe zum Jahreswechsel 2011/2012 etwa 32,8 Millionen Mitglieder verzeichnet, davon seien 2,6 Millionen User zahlende Kunden gewesen. Spotify selbst sprach Ende Juli von 15 Millionen aktiven Usern und etwa vier Millionen zahlenden Kunden. So oder so sorgt eine Minderheit von Spotify-Nutzern für den Großteil der Einnahmen des Streaming-Diensts. Die Einnahmen aus Premium-Konten stiegen laut "CS" im Vergleich zu 2010 um 300 Prozent, die Werbeeinnahmen um immerhin 30 Prozent.
Laut "CS" sorgten die Premium-Kunden für 83,5 Prozent des Umsatzes von Spotify, also etwa 157 Millionen Euro. Den Rest des Umsatzes habe Spotify mit Werbung sowie kostenpflichtigen Musik-Downloads, die das Unternehmen in Deutschland nicht anbietet, erzielt.
Spotify will expanideren
Spotify steht laut Medienberichten vor einem Launch in Kanada. Auch den asiatischen Markt und Südamerika habe Spotify im Visier. Zuletzt ging der Streaming-Dienst in Australien und Neuseeland an den Start. Aktuell gibt es Spotify in 15 Ländern, darunter die USA, Großbritannien und Deutschland.